Haltungsform 5 fürs Tierwohl

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Die Steinlaus
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#51

Beitrag von Die Steinlaus »

Quatschki hat geschrieben: 30. Nov 2025, 22:59 Im Sommer sah ich in Albanien in einer kargen Gebirgslandschaft, wie Hirten ihre Schafherden durch karges Dornengestrüpp trieben, die dort Futter fanden.
Für Menschen gibt's da nichts Essbares außer eben - Hammel.
In der Steppe oder in der Tundra würden Vegetarier verhungern.
Da wächst nichts, was sie essen können.
In den Alpentälern würden Menschen permanent Hunger leiden ohne die Almwirtschaft, und im Frühjahr gäbe es immer ein paar weniger als im Herbst, so dass die Gegend schnell entsiedelt wäre.
Massentierhaltung gibt es erst seit den 50er, 60er Jahren. Vorher wurden Tiere als Resteverwerter gehalten. Nur Zug- und Reittiere bekamen explizid angebautes "Kraftfutter".
Ja nur ist dies ein Argument dafür, dass man eben dort Fleisch essen sollte, wo die Ernährung aus dem Pflanzen- und Pilz-Reich nicht genügt. Es ist hierzulande heutzutage aber andersherum zu sehen. Denn global erzeugt der Fleischkonsum eine schlechte Ernährungslage in Anbauländern.

In den letzten Jahrzehnten ist der Fleisch- und Milchkonsum stark gestiegen, und mit der intensiven Tierhaltung – vor allem bei Schweinen, Hühnern und Legehennen – ist auch der Bedarf an Futtermitteln enorm gewachsen. Der Verbrauch von Kraftfutter wie Getreide und Sojaschrot hat sich in 50 Jahren mehr als verdreifacht. Obwohl Schwellenländer wie China inzwischen mehr Futtermittel brauchen, sind es weiterhin die Industrieländer, die am meisten verbrauchen – sie verfüttern über die Hälfte der weltweiten Menge, obwohl dort nur ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt.

Mehr als die Hälfte des Kraftfutters besteht aus Getreide. Sehr große Teile unserer Getreideernte landen also im Futtertrog. In der EU gehen fast 2/3 (also rund 62 %) des Getreides ins Tierfutter. In Entwicklungsländern dagegen wird Getreide hauptsächlich direkt gegessen, und nur wenig wird an Tiere verfüttert. Auch Ölpflanzen wie Soja werden größtenteils zu Tierfutter verarbeitet. Rund drei Viertel der weltweiten Sojabohnen landen letztlich bei Nutztieren.

Das führt zu einem riesigen Flächenbedarf: Rund 80 % der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche dient direkt oder indirekt der Viehwirtschaft. Das liegt auch daran, dass Tiere pflanzliche Energie sehr ineffizient in Fleisch oder Milch umwandeln. Der größte Teil der Energie und Proteine aus dem Futter geht im Stoffwechsel der Tiere verloren. Beispielsweise bleiben beim Rind nur etwa 3 % der eingesetzten Pflanzenenergie im Fleisch übrig.

Und warum ist Fleischessen und generell Tierprodukte konsumieren ein Problem? Die Produktion tierischer Lebensmittel verbraucht sehr viel Land und ist energetisch extrem verschwenderisch. Um dieselbe Energiemenge zu erzeugen, braucht man für Fleisch ein Vielfaches der Fläche, die man für pflanzliche Lebensmittel bräuchte. Ein Beispiel: Für 1000 Kilokalorien Rindfleisch braucht man über 30 Quadratmeter Fläche, für 1000 Kilokalorien Getreide nur gut einen Quadratmeter. Dies verschlechtert die Ernährungslage für die Menschen in vielen Anbauländern direkt. Nur ein paar Großkonzerne dort streichen die Renditen ein, während kleine Landwirten das Land abgenommen wird.

Schau hierzu ach mal auf Brot für die Welt
nach
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Bares
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#52

Beitrag von Bares »

Die Steinlaus hat geschrieben: 30. Nov 2025, 20:49 Mein letztes Mal Fleisch (incl. Fisch) essen war 1978.
Respekt.
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Die Steinlaus
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#53

Beitrag von Die Steinlaus »

Bares hat geschrieben: 1. Dez 2025, 09:17Respekt.
Danke, damals war ich 10 Jahre alt und hatte im Fernsehen kurz vor dem Mittag gesehen, wie Schweine am Fließband an den Hinterläufen aufgehängt wurden und dann gedreht, während ihnen ein Messer den Hals aufschlitzt.
Das war so ein Schock und danach gab es Schnitzel, meines blieb liegen und fortan habe ich keine Tiere mehr gegessen.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#54

Beitrag von gun0815 »

Stadtkind? :thinking:
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franzmannzini
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#55

Beitrag von franzmannzini »

Die Steinlaus hat geschrieben: 1. Dez 2025, 13:00 Danke, damals war ich 10 Jahre alt und hatte im Fernsehen kurz vor dem Mittag gesehen, wie Schweine am Fließband an den Hinterläufen aufgehängt wurden und dann gedreht, während ihnen ein Messer den Hals aufschlitzt.
Das war so ein Schock und danach gab es Schnitzel, meines blieb liegen und fortan habe ich keine Tiere mehr gegessen.
Ich war 13 Jahre alt, als ich im Zuge des Schulfaches PA (Produktive Arbeit) und einer
gleichzeitigen 2-jährigen Verschickung von Berlin aufs Land (Spezialkinderheim DDR),
in einem großen Schweinemastbetrieb, in der Nerzfarm Appelburg und auch auf dem Acker eingesetzt wurde.
Zwar war ich etwas überrascht, wie sich meine Arbeiten darstellten (Methodik), jedoch hatte
ich schon damit gerechnet das sie im Ergebnis notwendig sind.
Ich will da gar nicht so ins Detail gehen, aber alle Arbeiten waren schon irgendwie recht brutal und
ganz sicher nichts für sehr empfindsame Menschen.
Jedoch hatte ich gar nicht die Wahl, denn jede Verweigerung hätte mich dem Jugendwerkhof etwas näher
gebracht.
Wenn sich für mich aus diesen Erfahrungen eine Verhaltensänderung ableiten läßt, dann ist es sicherlich die,
den Fleisch- oder auch den Fischverzehr als besondere Ernährung zu sehen und danach meinen Konsum
hauptsächlich danach auszurichten.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#56

Beitrag von Die Steinlaus »

franzmannzini hat geschrieben: 1. Dez 2025, 20:40 Wenn sich für mich aus diesen Erfahrungen eine Verhaltensänderung ableiten läßt, dann ist es sicherlich die,
den Fleisch- oder auch den Fischverzehr als besondere Ernährung zu sehen und danach meinen Konsum
hauptsächlich danach auszurichten.
Okay, wenn du dich selbst in die Lage der Tiere versetzt, wäre es dann immer noch "besonders", versklavt, ausgebeutet und im noch recht jungen Alter getötet zu werden?
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#57

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 1. Dez 2025, 18:52 Stadtkind? :thinking:
Ich half auch schon, einer Stallkuh das Kalb aus dem Leib zu ziehen, Stallkühe haben durch das viele herumstehen und die mangelnde Bewegung oft nicht die Muskeln für eine natürliche Geburt. Das Kalb verlief sich und suchte das Euter einer anderen Kuh, die unvermittelt nach dem Kalb trat. Ich führe das Kalb zu seiner richtigen Mutter. Der Bauer nahm es mir wieder weg führte es rund ein Dutzend Meter weiter und band es dort fest. Dort wurde es dann aus einem Eimer mit einer Gummizize gesäugt. Es war männlich - kein langes Leben.

Gegenfrage: haben Landkinder deiner Meinung nach weniger Empathie? Und falls ja ist das ein Naturgesetz?
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#58

Beitrag von franzmannzini »

Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 06:39 Okay, wenn du dich selbst in die Lage der Tiere versetzt, wäre es dann immer noch "besonders", versklavt, ausgebeutet und im noch recht jungen Alter getötet zu werden?
Wenn es nach mir ginge, sollte jeder der Fleisch oder/und Fisch essen will,
sich diese Möglichkeit nur durch klassische Methoden (Jagd, Angeln, usw) schaffen dürfen,
in dem er sich in die Lage der Tiere versetzt, die Gleiches tun, in freier Natur.
Leider steht diesem Ansinnen ein mittlerweile völlig unausgewogenes Verhältnis von potentiellen Jägern (Mensch),
und potentieller Beute entgegen, so daß dann eher zum Fleischteil aus dem Supermarkt gegriffen wird.
Soll heißen:
Die Menge an Menschen gegenüber den natürlichen vorhandenen Ressourcen ist zu groß,
aber nicht deren Präferenzen.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#59

Beitrag von Die Steinlaus »

franzmannzini hat geschrieben: 2. Dez 2025, 17:08 Wenn es nach mir ginge, sollte jeder der Fleisch oder/und Fisch essen will,
sich diese Möglichkeit nur durch klassische Methoden (Jagd, Angeln, usw) schaffen dürfen,
Das schließt natürlich den Kannibalismus mit ein!
franzmannzini hat geschrieben: 2. Dez 2025, 17:08 Die Menge an Menschen gegenüber den natürlichen vorhandenen Ressourcen ist zu groß,
aber nicht deren Präferenzen.
Dann aber nicht mehr so lange!
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franzmannzini
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#60

Beitrag von franzmannzini »

Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 17:50 Das schließt natürlich den Kannibalismus mit ein!
Vielleicht?! Aber der Mensch bezeichnet sich doch auch deshalb als
zivilisiert, weil er an diesem Punkt die Grenze zieht.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#61

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 06:45 Ich half auch schon, einer Stallkuh das Kalb aus dem Leib zu ziehen, Stallkühe haben durch das viele herumstehen und die mangelnde Bewegung oft nicht die Muskeln für eine natürliche Geburt. Das Kalb verlief sich und suchte das Euter einer anderen Kuh, die unvermittelt nach dem Kalb trat. Ich führe das Kalb zu seiner richtigen Mutter. Der Bauer nahm es mir wieder weg führte es rund ein Dutzend Meter weiter und band es dort fest. Dort wurde es dann aus einem Eimer mit einer Gummizize gesäugt. Es war männlich - kein langes Leben.

Gegenfrage: haben Landkinder deiner Meinung nach weniger Empathie? Und falls ja ist das ein Naturgesetz?
Das ist jetzt anekdotische Realität....

Ich bin der Meinung, daß Menschen, die auf dem Land und mit Viehhaltung aufgewachsen sind, mehr Respekt den Tieren entgegen bringt, die uns als Nahrung dienen, als Menschen, die nie mit diesem Thema zu tun hatten.

Massentierhaltung hat auch nichts mit Respekt zu tun.
Ich bin in einem Umfeld groß geworden, wo fast jeder Haus/Nutztiere hatte. Kühe und Schweine hatten Namen und sind trotzdem geschlachtet worden. Sie sind aber auch artgerecht und mit viel Liebe groß geworden.
Wenn die Fleischindustrie Tiere wie Dreck behandelt, landet dieser Dreck auch in den Töpfen und Pfannen der Nation.
Alles ist immer in Massen verfügbar. DAS ist pervers und Empathielos!

mfg
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#62

Beitrag von Die Steinlaus »

franzmannzini hat geschrieben: 2. Dez 2025, 18:10 Vielleicht?! Aber der Mensch bezeichnet sich doch auch deshalb als
zivilisiert, weil er an diesem Punkt die Grenze zieht.
Ansichtssache:
Ich wiederum bezeichne den Menschen dann als unzivilisiert, wenn er das Leiden seiner Mitwesen bewusst missachtet.
Denn das eine sind Trockennasenaffen, das andere sind Paarhufer.
Der Mensch hat hier eine operative Überlegenheit, aber eben keine ethische Überlegenheit.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#63

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 2. Dez 2025, 18:58 Ich bin der Meinung, daß Menschen, die auf dem Land und mit Viehhaltung aufgewachsen sind, mehr Respekt den Tieren entgegen bringt, die uns als Nahrung dienen, als Menschen, die nie mit diesem Thema zu tun hatten.
Ach so, also der Respekt, wenn man durch seine Vorlieben letztlich dazu beiträgt, dass ein Tier ausgebeutet und umgebracht wird.

Um mal von den Paarhufern zu den Trockennasenaffen überzugehen:
Würdest du sagen, dass ein Mensch, welcher in einem Umfeld aufgewachsen ist, in dem häufig Pädophilie herrscht, einen Respekt vor dem Kind hat, welches er um seiner Vorlieben wegen zum Oralverkehr nötigt?

Vorsorgehalber: Nein der Vergleich hinkt nicht:
In beiden Fällen geht geht es um ein wehrloses Individuum, welches für die Vorliebe eines Menschen misshandelt und (im einem Fall immer) auch ermordet wird.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#64

Beitrag von legat damar »

Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:10 Ach so, also der Respekt, wenn man durch seine Vorlieben letztlich dazu beiträgt, dass ein Tier ausgebeutet und umgebracht wird.

Um mal von den Paarhufern zu den Trockennasenaffen überzugehen:
Würdest du sagen, dass ein Mensch, welcher in einem Umfeld aufgewachsen ist, in dem häufig Pädophilie herrscht, einen Respekt vor dem Kind hat, welches er um seiner Vorlieben wegen zum Oralverkehr nötigt?

Vorsorgehalber: Nein der Vergleich hinkt nicht:
In beiden Fällen geht geht es um ein wehrloses Individuum, welches für die Vorliebe eines Menschen misshandelt und (im einem Fall immer) auch ermordet wird.
Tiere werden rechtlich gesehen nicht ermordet, nur so nebenbei.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#65

Beitrag von Die Steinlaus »

legat damar hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:45 Tiere werden rechtlich gesehen nicht ermordet, nur so nebenbei.
Okay!
Menschen werden rechtlich gesehen auch nicht ermordet, wenn sie durch einen Soldaten im Einsatz abgemurkst werden.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#66

Beitrag von legat damar »

Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:48 Okay!
Menschen werden rechtlich gesehen auch nicht ermordet, wenn sie durch einen Soldaten im Einsatz abgemurkst werden.
Das ist korrekt
Bei Menschen gibt es allerdings den Tatbestand Mord, bei Tieren nicht.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#67

Beitrag von Die Steinlaus »

legat damar hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:52 Das ist korrekt
Bei Menschen gibt es allerdings den Tatbestand Mord, bei Tieren nicht.
Richtig, nur liegt das eben - wie bereits geschrieben an der operativen Überlegenheit des Trockennasenaffen "Sapiens Sapiens" gegenüber anderen Spezies. Und eben diese strukturelle Überlegenheit spielt "Sapiens Sapiens" dort aus, wo er es kann - selbst gegenüber Artgenossen.

Daher "mordet" der Soldat auch nicht.
Daher würde der Islamist bei seinem Dschihad auch nicht sagen, er habe Ungläubige ermordet.
Daher wurden "Untermenschen" in KZs von den Nazis nicht ermordet, sondern "liquidiert".

Überall dort, wird jemand umgebracht, und dies wird nicht als "Mord" bezeichnet wird, sondern als eine Notwendigkeit angesehen.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#68

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:10 Ach so, also der Respekt, wenn man durch seine Vorlieben letztlich dazu beiträgt, dass ein Tier ausgebeutet und umgebracht wird.

Um mal von den Paarhufern zu den Trockennasenaffen überzugehen:
Würdest du sagen, dass ein Mensch, welcher in einem Umfeld aufgewachsen ist, in dem häufig Pädophilie herrscht, einen Respekt vor dem Kind hat, welches er um seiner Vorlieben wegen zum Oralverkehr nötigt?

Vorsorgehalber: Nein der Vergleich hinkt nicht:
In beiden Fällen geht geht es um ein wehrloses Individuum, welches für die Vorliebe eines Menschen misshandelt und (im einem Fall immer) auch ermordet wird.
Verspiele nicht die Achtung, die ich vor dir als Diskutant habe.
Mir mit solchen völlig bescheuerten Vergleichen zu kommen ist eine absolute Frechheit.

Nur weil du dich für eine Ernährung entschlossen hast, ist das noch lange kein Grund, andere Entscheidungen zu diskreditieren. Und solch Hüftschüsse hernehmen, um mich zu beleidigen und herabzusetzen, ist weder sachlich noch in irgendeiner Weise geeignet, sich zu unterhalten.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#69

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 3. Dez 2025, 04:51 Verspiele nicht die Achtung, die ich vor dir als Diskutant habe.
Mir mit solchen völlig bescheuerten Vergleichen zu kommen ist eine absolute Frechheit.

Nur weil du dich für eine Ernährung entschlossen hast, ist das noch lange kein Grund, andere Entscheidungen zu diskreditieren. Und solch Hüftschüsse hernehmen, um mich zu beleidigen und herabzusetzen, ist weder sachlich noch in irgendeiner Weise geeignet, sich zu unterhalten.
Wenn ich die Achtung verliere, um der Achtung der Tiere willen, dann sei es so, denn wegen Verachtung sterbe ich nicht, die Tiere aber schon.

Ich habe dich weder beleidigt, noch herabgesetzt noch habe ich einen bescheuerten Vergleich aufgeführt.
In beiden Fällen entscheiden Menschen einem anderen Wesen ein vermeidbares Leid zuzufügen um des eigenen Genusses wegen.
Wenn jemand sagt, der Vergleich hinke, dann deswegen, weil er zwischen wertem und unwertem Leben unterscheidet.

Apropos Vergewaltigung: beim Menschen gilt inzwischen zum Glück: "Nur ja heißt ja"
Stallkühen wird einfach ein Ejakulat eingespritzt, damit sie Schwanger werden, das Kalb wird gleich von der Kuh getrennt, ein männliches Kalb in der Regel innerhalb weniger Tage getötet.

Hierbei noch von Respekt vor den Tieren zu sprechen, ist meines Erachtens ähnlich vermessen, wie das andere Beispiel das ich aufführte. Ich wählte es bewusst deswegen, weil wir uns Trockennasenaffen gegenüber als empathischer zeigen, doch das Leid für beide Wesen ist das Selbe. Das Leid der nicht-menschlichen Tiere wird eben ausgeblendet und verdrängt.

Wenn du aber der Meinung bist, dass mein Vergleich falsch sei, dann bitte ich dich, dies sachlich darzulegen.
Ich gehe aber davon aus, dass du genauso wenig mit dem Opfer eines Pädophilen tauschen möchtest, wie mit dem Opfer eines Wesens, welches für den Fleischkonsum ausgebeutet wird. Und darum geht es mir: mal eine gewisse Empathie zu wecken, welche manchen Menschen schlichtweg fehlt.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#70

Beitrag von Hank »

Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:10 Ach so, also der Respekt, wenn man durch seine Vorlieben letztlich dazu beiträgt, dass ein Tier ausgebeutet und umgebracht wird.

Um mal von den Paarhufern zu den Trockennasenaffen überzugehen:
Würdest du sagen, dass ein Mensch, welcher in einem Umfeld aufgewachsen ist, in dem häufig Pädophilie herrscht, einen Respekt vor dem Kind hat, welches er um seiner Vorlieben wegen zum Oralverkehr nötigt?

Vorsorgehalber: Nein der Vergleich hinkt nicht:
In beiden Fällen geht geht es um ein wehrloses Individuum, welches für die Vorliebe eines Menschen misshandelt und (im einem Fall immer) auch ermordet wird.
Der Vergleich humpelt. :-D
Kinder sind keine Tiere.
Nach meinem Eindruck ist die Gleichsetzung von Pädophilie mit dem Schlachten von Tieren, eine populistische, exzessiv dogmatische Setzung.
Das Gegenteil zum rechten Totalitarismus ist nicht der linke Totalitarismus, sondern die liberale Demokratie. (Odo Marquard, "Skepsis als Philosophie der Endlichkeit", in "Zukunft braucht Herkunft", Reclam, 2015
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#71

Beitrag von Die Steinlaus »

Hank hat geschrieben: 3. Dez 2025, 15:05 Der Vergleich humpelt. :-D
Kinder sind keine Tiere.
Nach meinem Eindruck ist die Gleichsetzung von Pädophilie mit dem Schlachten von Tieren, eine populistische, exzessiv dogmatische Setzung.
Der Mensch ist ein Tier, er ist ein Primate und gehört, wie geschrieben zu den Trockennasenprimaten.
Es ist nicht die Gleichsetzung zweier Leidensqellen als solches, es ist die Gleichsetzung des Leidens, welches daraus entsteht.

Populismus ist, wenn man sich an das Volk wendet und behauptet, dieses zu vertreten gegenüber einer "Elite", welches die "schlechte Seite" sei. Wenn ich sage, dass man Tieren aus reinem Genuss vermeidbares Leiden und verschiedenste Grausamkeiten zufügt (und hier einen Vergleich setzte), dann ist das kein Populismus, denn ich wende mich nicht gegen eine Elite an das Volk.

Es ist vielmehr ein Plädoyer.

Nochmals diesen Vergleich wählte ich insofern, weil Gun schrieb:
gun0815 hat geschrieben: 2. Dez 2025, 18:58 Ich bin der Meinung, daß Menschen, die auf dem Land und mit Viehhaltung aufgewachsen sind, mehr Respekt den Tieren entgegen bringt, die uns als Nahrung dienen, als Menschen, die nie mit diesem Thema zu tun hatten.
Es ist kein Respekt, den man Tiere entgegenbringt, wenn man Kühe dermaßen ausbeutet, dass sie durch die Immense Milchleistung statt gewöhnlich 20 Jahren in lediglich 4 Jahren so ausgepowert sind, dass man sie zur Schlachtbank führt.

Noch krasser beim Schwein, ein Wildschwein wird ca. 15 Jahre alt, ein Mastschwein hat nach 100 Tagen sein Schlachtgewicht erreicht. Man tötet hier Tierkinder - übrigens zumeist durch ersticken im CO2 (Dies gilt laut Völkerrechtskonvention soweit ich weiß als Folter)

Der "Respekt", den man "den Tieren" entgegenbringt, ist nichts als Heuchelei.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#72

Beitrag von Hank »

Die Steinlaus hat geschrieben: 3. Dez 2025, 15:55 Der Mensch ist ein Tier, er ist ein Primate und gehört, wie geschrieben zu den Trockennasenprimaten.
Es ist nicht die Gleichsetzung zweier Leidensqellen als solches, es ist die Gleichsetzung des Leidens, welches daraus entsteht.

Populismus ist, wenn man sich an das Volk wendet und behauptet, dieses zu vertreten gegenüber einer "Elite", welches die "schlechte Seite" sei. Wenn ich sage, dass man Tieren aus reinem Genuss vermeidbares Leiden und verschiedenste Grausamkeiten zufügt (und hier einen Vergleich setzte), dann ist das kein Populismus, denn ich wende mich nicht gegen eine Elite an das Volk.

Es ist vielmehr ein Plädoyer.
Populistisches Denken, dogmatische Setzungen sind anschlussfähig in viele Richtungen, so auch nach links. Wieso auch nicht?
Diese Gleichsetzung von Pädophilie und dem Schlachten von Nutztieren ist hoch ideologisch, dogmatisch gesetzt.
Elite und Volk müssen im linken Populismus nicht unbedingt erwähnt werden..
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#73

Beitrag von Die Steinlaus »

Hank hat geschrieben: 3. Dez 2025, 16:18 Populistisches Denken, dogmatische Setzungen sind anschlussfähig in viele Richtungen, so auch nach links. Wieso auch nicht?
Diese Gleichsetzung von Pädophilie und dem Schlachten von Nutztieren ist hoch ideologisch, dogmatisch gesetzt.
Elite und Volk müssen im linken Populismus nicht unbedingt erwähnt werden..
Nochmals nicht den Vorgang habe ich gleichgesetzt, ich setzte das Leiden gleich, welches hieraus entsteht und darauf lege ich Wert.
Dennoch in beidem Fällen wird ein Wesen, das sich nicht wehren kann, missbraucht, also gegen seinen Willen misshandelt. Ein Tier wird dann als Nutztier bezeichnet, wenn es vom Menschen ausgenutzt, im Sinne von ausgebeutet, wird.
Gehen wir mal zurück bis zu Platon. Die Sklaven durften untereinander Kinder bekommen, die Kinder wurden häufig als "Lustknaben" und "-mädchen" pädophil missbraucht.
Wieso erwähne ich dies hier? Wir haben erneut eine Parallele:
Vielfach wird einfach gesagt: "Die Tiere wurden ja extra dazu gemacht", ja aber das gilt ja dann auch mit den Sklavenkindern in der Antike.
Ist es deswegen weniger schlimm für die ausgebeuteten Wesen, wenn sie extra dafür doch da sind? Nein ist es nicht!

Wir stellen einfach immer wieder einen anderen Empathie-Modus um:
Nutztier versus Haustier
Tier versus Mensch (welcher letztlich auch ein Tier ist)
Es ist auch der Empathie-Modus, welcher Kriege funktionieren lässt, Sexismus und Rassismus, der Speziesismus reiht sich da einfach ein.

Populismusvorwürfe hört man zumeist dort, wo Menschen eine vernünftige Antwort nicht geben können.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#74

Beitrag von Hank »

Die Steinlaus hat geschrieben: 3. Dez 2025, 16:34 Populismusvorwürfe hört man zumeist dort, wo Menschen eine vernünftige Antwort nicht geben können.
Oh, ich bin gerne auch mal unvernünftig.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#75

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 3. Dez 2025, 06:22 Hierbei noch von Respekt vor den Tieren zu sprechen...
Kein Tier gehört in einen Stall eingesperrt!
Und Massentierhaltung auf Roste oder in engen Buchten, hat nix mit Respekt vor einem Nutztier zu tun.

Deine Unterstellungen und absichtlichen Mißverständnisse ähneln dem Diskussionsstil von Hardcoreveganern. Fundamentalistisch und alternative, artgerechte Haltungsformen werden nicht mal in die Überlegung einbezogen.

Es scheint auch, daß in deiner Vorstellungswelt Verantwortungsbewußtsein im Halten von Tieren so gar nicht vorkommt.
Aber solch Menschen kenne ich, viele von denen halten sich dann Hunde in der Wohnung und sperren Raubkatzen in Zimmern ein. :nauseated_face:

Und weil du ja schon in die Spezifikation der Tiere abgetaucht bist, bleiben wir doch mal wissenschaftlich. Trockennasenaffen sind Omnivoren. Du weißt was das heißt? :roll:
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#76

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 3. Dez 2025, 15:55 Es ist kein Respekt, den man Tiere entgegenbringt, wenn man Kühe dermaßen ausbeutet, dass sie durch die Immense Milchleistung statt gewöhnlich 20 Jahren in lediglich 4 Jahren so ausgepowert sind, dass man sie zur Schlachtbank führt.
Zustimmung! Milch von Kühen braucht kein Mensch! Und das meine ich wörtlich. Milch, so in der Masse gewonnen, wie es in der Massentierhaltung üblich ist, ist pervers.

Aber es zeigt auch, daß du keinen Schimmer von dem hast, was ich mit meinem Satz meinte.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#77

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 3. Dez 2025, 16:34 Nochmals nicht den Vorgang habe ich gleichgesetzt, ich setzte das Leiden gleich, welches hieraus entsteht und darauf lege ich Wert.
Dennoch in beidem Fällen wird ein Wesen, das sich nicht wehren kann, missbraucht, also gegen seinen Willen misshandelt.
In dem du es rhetorisch verbindest, setzt du es gleich.
So viel populistisches Potenzial hätte ich dir nicht zugetraut. Aber danke für den Einblick in deine Gedanken.

Du vermenschlichst Tiere und setzt sie damit mit Menschen gleich. Das ist aber weder etisch noch ist es zulässig.
Wenn kranke Menschen Dinge tun, die in einer Zivilisation absolute NoGos sind, dann setzt du solche kranke Menschen mit jene gleich, die lediglich tierische Nahrung nicht absolut ablehnen. Weder gibt es da einen Zusammenhang noch ist es die gleiche Diskussion.

Also komm nich so rüber und fang endlich mal an, andere Standpunkte zu verstehen oder zu mindest mal wahrzunehmen.
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franzmannzini
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#78

Beitrag von franzmannzini »

Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:04 Ansichtssache:
Ich wiederum bezeichne den Menschen dann als unzivilisiert, wenn er das Leiden seiner Mitwesen bewusst missachtet.
Nichts anderes habe ich behauptet, weshalb ich den Menschen auch nicht eine bedeutende
Zivilisierung attestieren würde.
Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:04Denn das eine sind Trockennasenaffen, das andere sind Paarhufer.
Natürlich.
Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:04Der Mensch hat hier eine operative Überlegenheit, aber eben keine ethische Überlegenheit.
Darauf kommt es auch nicht an, sondern wer der Spitzenpredator ist, also der der übrig bleibt. ;-)
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gun0815
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#79

Beitrag von gun0815 »

franzmannzini hat geschrieben: 3. Dez 2025, 19:54 Darauf kommt es auch nicht an, sondern wer der Spitzenpredator ist, also der der übrig bleibt.
Und mir schwant, da hat der Mensch mittlerweile ganz schlechte Karten. Das liegt aber nur an ihm selbst.
Wenn ein Planet an Homo Sapiens leidet, ist das eigentlich nicht so schlimm, denn das geht meist von selbst wieder weg.

:grin:
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Die Steinlaus
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#80

Beitrag von Die Steinlaus »

Hank hat geschrieben: 3. Dez 2025, 18:09 Oh, ich bin gerne auch mal unvernünftig.
Weil die Argumente fehlen - wie gesagt.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#81

Beitrag von Die Steinlaus »

franzmannzini hat geschrieben: 3. Dez 2025, 19:54 Darauf kommt es auch nicht an, sondern wer der Spitzenpredator ist, also der der übrig bleibt. ;-)
Wenn die Menschheit nicht umdenkt, dann wird es zumindest eher die Ratte werden, als der Mensch, sie kann viel mehr Radioaktivität und Widrigkeiten überstehen.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#82

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 3. Dez 2025, 18:38 In dem du es rhetorisch verbindest, setzt du es gleich.
So viel populistisches Potenzial hätte ich dir nicht zugetraut. Aber danke für den Einblick in deine Gedanken.

Du vermenschlichst Tiere und setzt sie damit mit Menschen gleich. Das ist aber weder etisch noch ist es zulässig.
Wenn kranke Menschen Dinge tun, die in einer Zivilisation absolute NoGos sind, dann setzt du solche kranke Menschen mit jene gleich, die lediglich tierische Nahrung nicht absolut ablehnen. Weder gibt es da einen Zusammenhang noch ist es die gleiche Diskussion.

Also komm nich so rüber und fang endlich mal an, andere Standpunkte zu verstehen oder zu mindest mal wahrzunehmen.
Ich sehe darin keinen Populismus, sondern eine mangelhafte Empathie mit Trockennasenaffen und mit Paarhufern.
Dieses Krone-der-Schöpfung-Denke ist der Ursprung von so viel Leid auf dieser Erde Leid für die Tiere, für die Umwelt und damit auch für Menschen.
Nochmals: der Ausgang dieser Debatte war eben deine Heuchelei, dass man Tiere achten würde, wenn man diese zugleich ausbeutet, misshandelt, einpfercht, ihnen nur eine kurze Lebensspanne gönnt und diese dann in einer Gaskammer ersticken lässt.
Nein das ist eben keine Achtung - und deswegen habe ich dieses Beispiel aufgeführt.

Aber okay, wenn es dich zu sehr triggert, dann lass ich es in der Diskussion weg, werde aber mit anderen Beispielen dennoch kommen.
Aber nochmals: der Mensch ist ein Teil des Tierreiches und ist nichts grundlegend Neues und Anderes, dies nicht zu begreifen liegt in einem elitären Denken. Somit sieht sich der Mensch ermächtigt seine Mitwesen zu quälen "um des guten Zweckes Willen".
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#83

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 3. Dez 2025, 18:33 Zustimmung! Milch von Kühen braucht kein Mensch! Und das meine ich wörtlich. Milch, so in der Masse gewonnen, wie es in der Massentierhaltung üblich ist, ist pervers.
:thumbsup:
gun0815 hat geschrieben: 3. Dez 2025, 18:33Aber es zeigt auch, daß du keinen Schimmer von dem hast, was ich mit meinem Satz meinte.
Du sprachst von Respekt vor den Tieren.
Okay: jemand nimmt dich steckt dich in einen Betonpferch, da bleibst du dann ein halbes Jahr drin und siehst keine Sonne keine Wiese - nichts. Dann entscheidet man sich, dich zu erlösen und strömt CO2 in die Zelle hinein.
Würdest du dich respektiert fühlen?
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#84

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 3. Dez 2025, 18:30 Kein Tier gehört in einen Stall eingesperrt!
Und Massentierhaltung auf Roste oder in engen Buchten, hat nix mit Respekt vor einem Nutztier zu tun.

Deine Unterstellungen und absichtlichen Mißverständnisse ähneln dem Diskussionsstil von Hardcoreveganern. Fundamentalistisch und alternative, artgerechte Haltungsformen werden nicht mal in die Überlegung einbezogen.

Es scheint auch, daß in deiner Vorstellungswelt Verantwortungsbewußtsein im Halten von Tieren so gar nicht vorkommt.
Aber solch Menschen kenne ich, viele von denen halten sich dann Hunde in der Wohnung und sperren Raubkatzen in Zimmern ein. :nauseated_face:

Und weil du ja schon in die Spezifikation der Tiere abgetaucht bist, bleiben wir doch mal wissenschaftlich. Trockennasenaffen sind Omnivoren. Du weißt was das heißt? :roll:
Ach ja? Hier meine Spende an eine indische Familie:
Bild
Wohlgemerkt denen ist die Kuh zum glück heilig und das Kalb wird auch nicht von der Kuh getrennt. Viel Milch können Inder auch nicht trinken, sie sind fast alle laktoseintolerant. Sie brauchen die Arbeitskraft er Kuh, das bisschen Milch und den Dung.

Und dieses Jahr eine Spende für 10 Bienenstöcke für ein Dorf in Bihar.

Vegan? Milch ist nicht vegan. Honig ist nicht vegan. Aber beides sichert dort eine gute Ernährung - etwas was bei uns eben nicht mehr notwendig ist. Ja klar artgerechtere Haltungen sind besser. Eine Weidenschlachtung ist besser als die Tiere kreuz und quer durch Europa zu karren. Am Besten ist aber, sich von tierischen Produkten zu verabschieden. Sie brauchen viel zu viele Ressourcen.

Aber mal so viel: solange man ein Tier gegen dessen Willen tötet und das tut man doch immer in der Nahrungsmittelindustrie, missbraucht man das Tier. Gut, ich sehe es im Kommen, dass es in wenigen Jahrzehnten nur noch in-vitro-Fleisch zu kaufen gibt, bist dahin hat sich dann die Tierschutzdebatte ohnehin erledigt - und wesentlich ressourcenschonender ist es obendrein.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#85

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 3. Dez 2025, 21:24 Ich sehe darin keinen Populismus, sondern eine mangelhafte Empathie mit Trockennasenaffen ...
Was du darin siehst, ist allein deine Sache. Niemand schreibt hier vor, was du wie sehen sollst.
Und hör endlich mit dem Mist auf, von Trockennasenaffen zu faseln. Nicht nur, daß ein Mensch seit hunderttausenden von Jahren aus dieser Phase seiner Entwicklung heraus ist, es ist auch eine unzulässige Spezifizierung. ...also hör auf, Wissenschaft vorzugaukeln.

Und wenn du davon ausgehst, daß ein Löwe Empathielos ist, weil er ein Gnu-Kalb reißt, dann mach das. Es zeigt nur, wie weit weg von der Natur du eigentlich bist. :roll:
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#86

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 3. Dez 2025, 21:27 Du sprachst von Respekt vor den Tieren.
Okay: jemand nimmt dich steckt dich in einen Betonpferch, da bleibst du dann ein halbes Jahr drin und siehst keine Sonne keine Wiese - nichts. Dann entscheidet man sich, dich zu erlösen und strömt CO2 in die Zelle hinein.
Würdest du dich respektiert fühlen?
Deine Denaturierung hemmt dein Verständnis für das Essentielle.

Ach und kommst du mir nochmal mit solch unsinnigen Vergleichen, ist die Konversation beendet. Ich beleidige dich auch nicht ständig, setze dich nicht herab und bezeichne dich nicht als Mörder oder Verbrecher.
Aber halt, du hast bestimmt ein Auto. Hast du? :thinking:
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#87

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 3. Dez 2025, 21:40 Sie brauchen die Arbeitskraft er Kuh...
Also halten sie diese als Sklaven? :thinking:
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#88

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 4. Dez 2025, 05:49 Was du darin siehst, ist allein deine Sache. Niemand schreibt hier vor, was du wie sehen sollst.
Und hör endlich mit dem Mist auf, von Trockennasenaffen zu faseln. Nicht nur, daß ein Mensch seit hunderttausenden von Jahren aus dieser Phase seiner Entwicklung heraus ist, es ist auch eine unzulässige Spezifizierung. ...also hör auf, Wissenschaft vorzugaukeln.

Und wenn du davon ausgehst, daß ein Löwe Empathielos ist, weil er ein Gnu-Kalb reißt, dann mach das. Es zeigt nur, wie weit weg von der Natur du eigentlich bist. :roll:
Der Löwe ist nicht empathielos, der Löwe folg seiner Natur. Der Löwe hat auch keine Alternative, denn der Löwe kann nicht in den Supermarkt gehen.

Der Mensch ist ein Teil des Tierreichs, auch wenn der Mensch sich selbst gerne als außerhalb des Tierreichs betrachtet, eben als Krone der Schöpfung. Und das ist auf diesem Planeten doch das Hauptproblem. Aber okay, wie ich sah sehen wir beide die Quälerei, wie sie in der Massentierhaltung geschieht gleichermaßen kritisch. Heißt das dann für dich auch, dass du deren Produkte konsequent meidest? (Keine rhetorische, sondern eine interessierte Frage.)
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#89

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 4. Dez 2025, 05:54 Deine Denaturierung hemmt dein Verständnis für das Essentielle.

Ach und kommst du mir nochmal mit solch unsinnigen Vergleichen, ist die Konversation beendet. Ich beleidige dich auch nicht ständig, setze dich nicht herab und bezeichne dich nicht als Mörder oder Verbrecher.
Aber halt, du hast bestimmt ein Auto. Hast du? :thinking:
Mein Auto schaffte ich 2007 ab und vermisse es auch nicht.

Ich glaube du verstehst mich falsch: ich bitte darum, sich in die Lage der Tiere zu versetzen, die für den eigenen Konsum ausgebeutet werden.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#90

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 4. Dez 2025, 05:55 Also halten sie diese als Sklaven? :thinking:
Ja richtig. Aber man beachte die Situation in Indien: Es geht darum, Menschen aus einer Versklavung zu befreien. Die Kaste der Dalits haben in Indien zuallermeist keine Schulbildung. Sie arbeiten bereits als Kinder auf Feldern, in Steinbrüchen oder in Autowerkstätten. Die Eltern auch Analphabeten können, durch ihren niedrigen Verdienst nicht auf den Lohn der Kinder verzichten, geschweige denn ihnen eine Schulbildung finanzieren. Und so hat man eine Spirale der Armut. Die Menschen sind im Grunde nichts anderes als Leibeigene der Großgrundbesitzer. Ein klein wenig Wohlstand bringt ihnen eine Wasserbüffelkuh. Sie haben dann die Möglichkeit, ihre Kinder in die Schule zu schicken. So unterbricht man den Teufelskreis.
Ebenso mit den Bienenstöcken im Bundesstaat Bihar. 10 Bienenstöcke ergeben den Honig, der im Verkauf den Gehalt eines Lehrers ermöglicht. Eine Schulbildung wo die Kinder zumindest die Grundschule besuchen und lesen, schreiben und rechnen erlernen.

Übrigens: inzwischen haben wir mit unseren Projekten mehr als 15.000 Dalit-Kinder beschult und mehr als 1.000 Kinder aus der Kinderarbeit befreit indem wir die Eltern entlohnen (Naturalien) und die Lehrer finanzieren.

Denn bei Menschen-Versklavung versus Rind-Versklavung ist die Rind-Versklavung die bessere Alternative. Wie gesagt, das Rind wird dort nie geschlachtet und lebt auch länger als unsere Stallkühe mit ihrer immensen unnatürlichen Milchleistung (aber hier sind wir ja konform).

Jedoch bei Tier-Versklavung für Genuss ist der Verzicht auf Tier-Versklavung die bessere Alternative.

Projekte meiner Eltern https://freundeskreis-indienhilfe.org (Zahlen leider veraltet, mir fehlt der Zugangscode zur Website)
Projekte meine Freundes Sumanth: https://beeactive.app

Ach ja '92 und '93 hielt ich in Piemonte auf einem Gebrigsbauernhof eine Ziege, zwei Hühner und einen Hahn. Alle hatten Freilauf. Damals lebte ich allerdings noch vegetarisch, nicht vegan.

Zum Thema: für Haltungsform 5 würde ich mir wünschen:
- das Tier darf mindestens seine halbe natürliche Lebensspanne leben (Rind 10 Jahre; Schwein 7 Jahre; Huhn 5 Jahre)
- Freigang in natürlicher Umgebung
- Keine Trennung von Elterntiere und Nachwuchs

Haltungsform 5 wäre dann der Mindeststandard

Für die globale Situation würde ich mir wünschen:
-keine Futtermittelimporte für Tiernahrung aus anderen Ländern, das muss vor Ort reichen
Viehweiden
-Aufforstung der zur CO2-Bindung
-Brachwiesen für Bodenbrüter und Insekten
-Dungverklappung verbieten

Grund: man sollte mit Tieren so umgehen, wie man es selbst möchte, wenn man an deren Stelle wäre. Wenn der Mensch stets von Menschlichkeit spricht, wenn er empathisches Handeln meint, dann macht ihn eben erst empathisches Handeln wirklich zum Menschen.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#91

Beitrag von Die Steinlaus »

Hank hat geschrieben: 3. Dez 2025, 16:18 Populistisches Denken, dogmatische Setzungen sind anschlussfähig in viele Richtungen, so auch nach links. Wieso auch nicht?
Diese Gleichsetzung von Pädophilie und dem Schlachten von Nutztieren ist hoch ideologisch, dogmatisch gesetzt.
Elite und Volk müssen im linken Populismus nicht unbedingt erwähnt werden..
Wobei ich dich hier bitte, nochmals nachzulesen, denn du hast hier etwas aus dem Zusammenhang gerissen.
Selbstverständlich ist es etwas völlig anderes.
Es ist die Frage, ob man von Respekt vor Tieren reden kann, wenn man sie durch seinen Konsum eben jene Tiere ausbeutet und sie in den Erstickungstod führt - eben eine Empathielosigkeit.
Was würden wir sagen, wenn der misshandelnde Mensch von Respekt vor seinen menschlichen Opfern spräche?

Um zu sagen, was Empathielosigkeit ist, wählte ich ein ähnlich krasses Beispiel bei dem Menschen grausames Leid zugefügt wird - ich hätte auch ein anderes wählen können, nehmen wir das dritte Reich mit Arbeits- und Vernichtungslagern oder so.
Wenn sich manche Menschen schon nicht in Tiere hineinversetzen können oder wollen, dann können sie es vielleicht in andere Menschen. Das Leid das dabei entsteht, was diesen Wesen angetan wird, ist beides Mal unsäglich schlimm.

Die Empörung die heraus aber entsteht, ist ja die, dass man dann behauptet, man würde die Gewalttaten an Menschen verharmlosen. Aber diese Behauptung rührt eben daher, dass man die Gewalttaten an Tieren gerne verharmlost, da die Tiere als minderwertigeres Leben angesehen werden. Und genau wie diese Form, namentlich der Spezieismus funktioniert ja auch der Sexismus und der Rassismus, und letztlich die meisten Gewaltformen auf diesem Planeten, die doch vermeidbar wären.

So und nun hoffe ich, wir beide könnten auch in eine Konversation einsteigen, ohne Dogmatismus und Populismus, denn diese Begriffe könnte man auf den Spezieismus ja auch anwenden.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#92

Beitrag von Bares »

Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 10:13 Die Empörung die heraus aber entsteht, ist ja die, dass man dann behauptet, man würde die Gewalttaten an Menschen verharmlosen. Aber diese Behauptung rührt eben daher, dass man die Gewalttaten an Tieren gerne verharmlost, da die Tiere als minderwertigeres Leben angesehen werden. Und genau wie diese Form, namentlich der Spezieismus funktioniert ja auch der Sexismus und der Rassismus, und letztlich die meisten Gewaltformen auf diesem Planeten, die doch vermeidbar wären.
Sexismus und Rassismus beruht darauf, Menschen in ihrer Würde und Rechten auseinanderzudividieren. In unserer Zivilisation existiert der Konsens, dass alle Menschen als gleichwertig anzusehen sind, zumindest in den grundlegenden Rechten und in ihrer Würde. Dieser Konsens existiert aber nicht in der Betrachtung aller Lebewesen.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#93

Beitrag von Die Steinlaus »

Bares hat geschrieben: 4. Dez 2025, 13:26 Sexismus und Rassismus beruht darauf, Menschen in ihrer Würde und Rechten auseinanderzudividieren. In unserer Zivilisation existiert der Konsens, dass alle Menschen als gleichwertig anzusehen sind, zumindest in den grundlegenden Rechten und in ihrer Würde. Dieser Konsens existiert aber nicht in der Betrachtung aller Lebewesen.
Nein, denn da unterscheiden wir zwischen "Haus"-Tieren und "Nutz"-Tieren. Grundsätzlich sind wir in der Lage, zu begreifen, dass auch Tiere ein Bedürfnis für ein erfülltes Leben haben. Diese Bedürfnisse sind gar nicht so verschieden, von denen der unseren:
Nahrung, Wasser, Gesellschaft, Familie und Geborgenheit - alles Bedürfnisse, welche wir ebenfalls haben. Wer Schweine- Rinder- und Hühnerställe von innen sah und auch die Pferchhaltung gesehen hat, der wird wohl wissen, wie weit die Realität von diesen Bedürfnissen dieser Tiere entfernt ist.

Mensch - Krone der Schöpfung eben. Dennoch in Empathie nicht sehr gereift.
Um auf ein vorigen Beitrag zurückzukommen: Nein, wir Menschen haben keineswegs unsere animalische Natur längst hinter uns gelassen. Damit ein Mensch wirklich durch und durch menschlich ist, müssten die Ausbeutungen von Menschen, Vieh und Umwelt enden, es dürfte keine Kriege geben und keine Hungertote. Wir dürften nicht mit Kernwaffen uns gegenseitig mit Auslöschung drohen und die Umwelt mit Unachtsamkeit und Unersättlichkeit immer wieder an den Abgrund drängen.

Solange der Mensch dies aber tut, so lange kann er nicht behaupten moralisch haushoch über dem Tier zu stehen. Er steht in mancherlei Hinsicht noch darunter.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#94

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 06:31 ich bitte darum, sich in die Lage der Tiere zu versetzen, die für den eigenen Konsum ausgebeutet werden.
Versetze dich mal in die Lage der der Insekten, die du bis 2007 mit deinem Auto ermordet hast.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#95

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 06:59 Zum Thema: für Haltungsform 5 würde ich mir wünschen:
- das Tier darf mindestens seine halbe natürliche Lebensspanne leben (Rind 10 Jahre; Schwein 7 Jahre; Huhn 5 Jahre)
- Freigang in natürlicher Umgebung
- Keine Trennung von Elterntiere und Nachwuchs

Haltungsform 5 wäre dann der Mindeststandard

Für die globale Situation würde ich mir wünschen:
-keine Futtermittelimporte für Tiernahrung aus anderen Ländern, das muss vor Ort reichen
Viehweiden
-Aufforstung der zur CO2-Bindung
-Brachwiesen für Bodenbrüter und Insekten
-Dungverklappung verbieten
Das ist der Grund für meine ersten Post gewesen. Ich bin dafür Tiere artgerecht, so natürlich wie möglich zu halten.
Ich frequentiere hier in der Gegend nur Fleischer, die ihre Tiere hier aus der Gegend (reine Weidehaltung, alte Rinderarten oder Highlands/Galloway) beziehen oder sie selbst halten.

zB der hier
Landwirtschaft bedeutet für uns, mit der Natur im Einklang zu leben und zu wirtschaften. Wir Landwirte sehen es als oberste Priorität, unsere Tiere artgerecht zu halten und den Boden zu schützen. Auf unseren Äckern gedeihen Back- bzw. Futterweizen, Gerste, Erbsen, Körner-/ Futtermais, Winterraps, Sonnenblumen, Zuckerrüben sowie Ackerfutter. Die Futtermittel für unsere Tiere produzieren wir ausschließlich selbst. Weiterhin führen wir dem Boden und deren Kulturen bedarfsgerecht die entzogenen Nährstoffe in Form von organischen und mineralischen Düngern zurück. Dadurch binden wir einerseits CO2, bauen andererseits nachhaltig Humus auf, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und schließen somit den natürlichen Nährstoffkreislauf.

Unsere Rinder der Rasse Limousin wachsen auf den Weiden und Wiesen unseres Betriebes stressfrei und artgerecht auf. Die Schweinehaltung erfolgt in einem Außenklimastall auf einem Strohboden.
https://www.schicketanzhof.de/

Deine aggressiven und beleidigenden Vergleiche kannste dir bei mir also knicken.
Und deine Belehrungen brauch ich auch nicht. Ich hab zu DDR Zeiten in einer LPG gelernt und gearbeitet. Wir waren damals schon viel weiter, als die KZ Haltung ala Kapitalismus im Westen. Aber leider konnte das ein arroganter Wessi nicht wissen.
Denn der Westen mit seinem Massenkonsum hat solch untierische Haltungsformen erst in Mode gebracht.
Und wenn ich sehe, daß es im Discounter Fleisch gibt, wo der VK nicht mal im Ansatz die Haltung finanzieren kann und wo Milchkonzerne den Produzenten die Produktionskosten diktieren, dann könnte ich im Strahl in solch Fleischtheken kotzen.

Und Menschen drücken sich dann diesen industriellen Dreck rein, als gäbe es kein Morgen.
Geschmacklos, stillos, respektlos.

In so fern, such dir nen anderen, den du mit Pädophilen-Vergleichen, Mörder-Vorwürfen und anderen unsinnigen Bezügen nerven kannst.

:roll:
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#96

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 4. Dez 2025, 18:30 Versetze dich mal in die Lage der der Insekten, die du bis 2007 mit deinem Auto ermordet hast.
Ich würde mal sagen, je hochentwickelter ein Wesen, desto ausgeprägter und differenzierter ist dessen Leidensfähigkeit. Eine Kuh schreit recht klagend, wenn man ihr das frischgeborene Kalb wegnimmt. Ähnliche Reaktionen wirst du bei Ameisen etc. nicht haben. Dennoch und du hast recht, dass Insekten ein Schmerzempfinden haben, das ist nachgewiesen.
Nur haben wir dann das problem, wenn man sagt, du hast eine Ameise zertreten, also kann ich auch ein Schwein in die Gaskammer schicken.
Denn dann haben wir doch wieder die Frage: darf dann auch der Terrorist einen LKW auf einen Weihnachtsmarkt lenken? Er hat ein gewisses Ziel und wählt ein gewisses Mittel.

Man zieht also irgendwo die Grenze und es gibt sicherlich Opfer, die quasi unvermeidlich sind: Regenwürmer bei Gartenarbeiten etc.
Es ist nun die Frage, wo wir die Grenze ziehen. Bei mir eben dort, wo ich durch meinen Konsum ein Tier ausbeuten würde. Das will ich nicht. Mein Wunsch - unschwer zu erkennen, ist dass möglichst bald möglichst vielen Tieren ein solches Schicksal erspart bleiben möge.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#97

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 4. Dez 2025, 18:45 Deine aggressiven und beleidigenden Vergleiche kannste dir bei mir also knicken.
Und deine Belehrungen brauch ich auch nicht. Ich hab zu DDR Zeiten in einer LPG gelernt und gearbeitet. Wir waren damals schon viel weiter, als die KZ Haltung ala Kapitalismus im Westen. Aber leider konnte das ein arroganter Wessi nicht wissen.
Denn der Westen mit seinem Massenkonsum hat solch untierische Haltungsformen erst in Mode gebracht.
Und wenn ich sehe, daß es im Discounter Fleisch gibt, wo der VK nicht mal im Ansatz die Haltung finanzieren kann und wo Milchkonzerne den Produzenten die Produktionskosten diktieren, dann könnte ich im Strahl in solch Fleischtheken kotzen.

Und Menschen drücken sich dann diesen industriellen Dreck rein, als gäbe es kein Morgen.
Geschmacklos, stillos, respektlos.

In so fern, such dir nen anderen, den du mit Pädophilen-Vergleichen, Mörder-Vorwürfen und anderen unsinnigen Bezügen nerven kannst.

:roll:
Ich habe diese Vergleiche weder aggressiv noch beleidigend gemeint. Ich habe damit einfach ein Leiden aufgezeigt, das wir wahrnehmen und ein Leiden, das wir ausblenden.
Aber okay, je besser es um die Tiere gestellt ist, wenn sie schon sterben müssen, desto besser ist es auf der anderen Seite auch.
Ich wiederhole mich: das in-vitro-Fleisch ist im Kommen, in Singapur bereits erhältlich zum Preis von Bio-Fleisch. Auch bei uns wird es in wenigen Jahrzehnten so weit sein, dann spätestens ist das erreicht, was ich eine gerechtere Welt bezeichne - und dann würde ich auch keinen Grund mehr sehen, kein Fleisch zu essen, denn es wird kein Tier mehr ausgebeutet.

Ich wünsche dir - wirklich von Herzen - einen schönen Abend.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#98

Beitrag von Hank »

Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 16:20 Solange der Mensch dies aber tut, so lange kann er nicht behaupten moralisch haushoch über dem Tier zu stehen. Er steht in mancherlei Hinsicht noch darunter.
Mit Mensch ist immer die Menschheit gemeint.
Findest Du solche absolut gesetzten Behauptungen aus mehreren Gründen, wie z.B. Deiner gerade von mir zitierten, ganz persönlichen Meinung als das alleine Richtige, nicht etwas problematisch?
Damit wird "der Mensch" an sich ins Unrecht gesetzt, weil er sich nicht so wie Du ernähren will.
Tiere kennen übrigens keine Moral. Das sind menschliche Konstrukte.
Das Gegenteil zum rechten Totalitarismus ist nicht der linke Totalitarismus, sondern die liberale Demokratie. (Odo Marquard, "Skepsis als Philosophie der Endlichkeit", in "Zukunft braucht Herkunft", Reclam, 2015
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#99

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 19:00 darf dann auch der Terrorist einen LKW auf einen Weihnachtsmarkt lenken? Er hat ein gewisses Ziel und wählt ein gewisses Mittel.
Wenn vergleichen, dann richtig

Würde eine Kuh einen LKW in eine andere Kuhherde steuern? :thinking:
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#100

Beitrag von gun0815 »

Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 19:06 Ich habe diese Vergleiche weder aggressiv noch beleidigend gemeint.
Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 17:50 Das schließt natürlich den Kannibalismus mit ein!
...
Die Steinlaus hat geschrieben: 2. Dez 2025, 19:10 Ach so, also der Respekt, wenn man durch seine Vorlieben letztlich dazu beiträgt, dass ein Tier ausgebeutet und umgebracht wird.

Um mal von den Paarhufern zu den Trockennasenaffen überzugehen:
Würdest du sagen, dass ein Mensch, welcher in einem Umfeld aufgewachsen ist, in dem häufig Pädophilie herrscht, einen Respekt vor dem Kind hat, welches er um seiner Vorlieben wegen zum Oralverkehr nötigt?

Vorsorgehalber: Nein der Vergleich hinkt nicht:
In beiden Fällen geht geht es um ein wehrloses Individuum, welches für die Vorliebe eines Menschen misshandelt und (im einem Fall immer) auch ermordet wird.
Die Steinlaus hat geschrieben: 3. Dez 2025, 06:22 ...

Apropos Vergewaltigung: beim Menschen gilt inzwischen zum Glück: "Nur ja heißt ja"
Stallkühen wird einfach ein Ejakulat eingespritzt, damit sie Schwanger werden, das Kalb wird gleich von der Kuh getrennt, ein männliches Kalb in der Regel innerhalb weniger Tage getötet.

...
Ich bezeichne sowas als aggressive Argumentation. Du vermenschlichst Tiere und vertierst Menschen. Du vergleichst Erdbeeren mit Erdnüssen. Dabei ist das eine keine Beere, sondern eine Nuß und das andere keine Nuß sondern eine Hülsenfrucht.

:grin:
Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt!
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