Ja nur ist dies ein Argument dafür, dass man eben dort Fleisch essen sollte, wo die Ernährung aus dem Pflanzen- und Pilz-Reich nicht genügt. Es ist hierzulande heutzutage aber andersherum zu sehen. Denn global erzeugt der Fleischkonsum eine schlechte Ernährungslage in Anbauländern.Quatschki hat geschrieben: ↑30. Nov 2025, 22:59 Im Sommer sah ich in Albanien in einer kargen Gebirgslandschaft, wie Hirten ihre Schafherden durch karges Dornengestrüpp trieben, die dort Futter fanden.
Für Menschen gibt's da nichts Essbares außer eben - Hammel.
In der Steppe oder in der Tundra würden Vegetarier verhungern.
Da wächst nichts, was sie essen können.
In den Alpentälern würden Menschen permanent Hunger leiden ohne die Almwirtschaft, und im Frühjahr gäbe es immer ein paar weniger als im Herbst, so dass die Gegend schnell entsiedelt wäre.
Massentierhaltung gibt es erst seit den 50er, 60er Jahren. Vorher wurden Tiere als Resteverwerter gehalten. Nur Zug- und Reittiere bekamen explizid angebautes "Kraftfutter".
In den letzten Jahrzehnten ist der Fleisch- und Milchkonsum stark gestiegen, und mit der intensiven Tierhaltung – vor allem bei Schweinen, Hühnern und Legehennen – ist auch der Bedarf an Futtermitteln enorm gewachsen. Der Verbrauch von Kraftfutter wie Getreide und Sojaschrot hat sich in 50 Jahren mehr als verdreifacht. Obwohl Schwellenländer wie China inzwischen mehr Futtermittel brauchen, sind es weiterhin die Industrieländer, die am meisten verbrauchen – sie verfüttern über die Hälfte der weltweiten Menge, obwohl dort nur ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt.
Mehr als die Hälfte des Kraftfutters besteht aus Getreide. Sehr große Teile unserer Getreideernte landen also im Futtertrog. In der EU gehen fast 2/3 (also rund 62 %) des Getreides ins Tierfutter. In Entwicklungsländern dagegen wird Getreide hauptsächlich direkt gegessen, und nur wenig wird an Tiere verfüttert. Auch Ölpflanzen wie Soja werden größtenteils zu Tierfutter verarbeitet. Rund drei Viertel der weltweiten Sojabohnen landen letztlich bei Nutztieren.
Das führt zu einem riesigen Flächenbedarf: Rund 80 % der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche dient direkt oder indirekt der Viehwirtschaft. Das liegt auch daran, dass Tiere pflanzliche Energie sehr ineffizient in Fleisch oder Milch umwandeln. Der größte Teil der Energie und Proteine aus dem Futter geht im Stoffwechsel der Tiere verloren. Beispielsweise bleiben beim Rind nur etwa 3 % der eingesetzten Pflanzenenergie im Fleisch übrig.
Und warum ist Fleischessen und generell Tierprodukte konsumieren ein Problem? Die Produktion tierischer Lebensmittel verbraucht sehr viel Land und ist energetisch extrem verschwenderisch. Um dieselbe Energiemenge zu erzeugen, braucht man für Fleisch ein Vielfaches der Fläche, die man für pflanzliche Lebensmittel bräuchte. Ein Beispiel: Für 1000 Kilokalorien Rindfleisch braucht man über 30 Quadratmeter Fläche, für 1000 Kilokalorien Getreide nur gut einen Quadratmeter. Dies verschlechtert die Ernährungslage für die Menschen in vielen Anbauländern direkt. Nur ein paar Großkonzerne dort streichen die Renditen ein, während kleine Landwirten das Land abgenommen wird.
Schau hierzu ach mal auf Brot für die Welt
nach
