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Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 23. Nov 2025, 19:37
von smite meister
Hank hat geschrieben: 23. Nov 2025, 18:25 Die gabs nur einmal, die kommen nicht wieder...
Gemeinsamer Selbstmord, echt übel. :roll:

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 24. Nov 2025, 16:30
von Hank
smite meister hat geschrieben: 23. Nov 2025, 19:37 Gemeinsamer Selbstmord, echt übel. :roll: und selbstbestimmt
Was soll daran "echt übel" sein?
Gemeinsam und selbstbestimmt das Leben beendet.
Selbstbestimmung
Die eineiigen Zwillinge sind in ihrem „Zwillingshaus“, das über zwei fast identische Wohnbereiche verfügte, in Grünwald bei München durch assistierten Suizid aus dem Leben geschieden. Das bestätigte die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS); die Schwestern waren Mitglied in dem Verein.
Schon vor einigen Wochen, kurz nach ihrem 89. Geburtstag, hätten die Kessler-Zwillinge den 17. November als ihren Todestag ausgewählt.
Sie sind zusammen auf die Welt gekommen, sie standen jahrzehntelang zusammen im Scheinwerferlicht, sie sind zusammen gestorben. Ein paralleles Leben, eine synchronisierte Choreografie bis zum Ende.
Sie lebten, sie tanzten, sie starben gemeinsam
Vor einiger Zeit gaben sie der Bild-Zeitung zu Protokoll, dass sie eines Tages in derselben Urne beerdigt werden möchten – zusammen mit der Asche ihrer Mutter Elsa und ihres Hundes Yello. So hätten die Frauen es auch testamentarisch verfügt.
Nun starben sie gemeinsam in ihrem Haus in Grünwald. Der Verein Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) bestätigte der Süddeutschen Zeitung, dass es sich um einen assistierten Suizid gehandelt hat. Die beiden Frauen seien seit Längerem in Kontakt mit dem Verein gewesen.

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 24. Nov 2025, 16:37
von smite meister
Hank hat geschrieben: 24. Nov 2025, 16:30 Was soll daran "echt übel" sein?
Selbstmord ist große Sünde vor Gott. ER gibt Leben und ER nimmt es wieder. Das haben wir nicht zu entscheiden. :roll:

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 24. Nov 2025, 16:43
von smite meister
Hank hat geschrieben: 24. Nov 2025, 16:30 Nun starben sie gemeinsam in ihrem Haus in Grünwald. Der Verein Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) bestätigte der Süddeutschen Zeitung, dass es sich um einen assistierten Suizid gehandelt hat.
Sie bekamen wohl ein Präparat, das man auch Todeskandidaten verabreicht, die hingerichtet werden. Ein Mix aus Gift und starkem Beruhigungsmittel. Man verliert jede Angst vor dem Sterben und entschlummert friedlich und entspannt.

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 24. Nov 2025, 16:45
von Hank
Deutscher Hollywood-SchauspielerUdo Kier im Alter von 81 Jahren gestorben
Der Schauspieler Udo Kier, einer der international bekanntesten deutschen Charakterdarsteller, ist tot. Er starb in seiner kalifornischen Wahlheimat Palm Springs im Alter von 81 Jahren, wie Kiers Management der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.
Udo Kier war seit den 1970er-Jahren für seine markanten Rollen bekannt. Er wirkte in mehr als 250 Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter „Andy Warhols Frankenstein“ (1973), „Die Geschichte der O“ (1975), „Lili Marleen“ (1981), „Breaking The Waves“ (1996) sowie „Melancholia“ (2011). Zuletzt war Kier in einer Nebenrolle im Film „The Secret Agent“ zu sehen.
Bild

Der unwahrscheinliche Deutsche
Es gibt abgebrühte Menschen, die sich aber als nachhaltig traumatisiert bezeichnen durch eine Szene in Lars von Triers Fernsehserie „Hospital der Geister“ (1994): Eine Assistenzärztin gebiert da einen mit dämonischer Hilfe gezeugten, ausgewachsenen Udo Kier. Blut überall, und mittendrin diese helltürkis leuchtenden Augen. Horror und Albernheit, Ekel und monströse Aristokratie, solche Grenzen konnte wohl niemand so brutal elegant und wie nebenbei überschreiten wie der 1944 in Köln-Mülheim als Udo Kierspe geborene Hollywood-Star.
Die Karnevalsstadt Köln war nicht der schlechteste Ort zum Aufwachsen für einen, der künftig mit kultiviert provokanten Grenzüberschreitungen sein Geld verdienen würde. Der Messdiener Udo liebte das Verkleiden, etwa als Caterina-Valente-Imitator. In den Siebzigern galt er neben Alain Delon und Helmut Berger als einer der schönsten Männer Europas. Er war, so schrieb der „Stern“, der „Deutsche mit Appeal“, also etwas ziemlich Unwahrscheinliches.
Das Image des schönen Flaneurs durch schräge Welten, als den er sich innerhalb und außerhalb seiner Arbeiten inszenierte, führte ihn außer nach London auch nach Rom und New York. Paul Morrissey verschaffte ihm durch seine Filme „Andy Warhols Frankenstein“ und „Dracula“ erste Berühmtheit. Rainer Werner Fassbinder, den er als Teenager in einer Kölner Arbeiterkneipe kennengelernt hatte und mit dem er in München in einer WG wohnte, engagierte ihn etwa in „Lili Marleen“ (1981) und „Berlin Alexanderplatz“ (1980). Ihn verbanden langjährige Zusammenarbeiten mit Lars von Trier, Werner Herzog, Christoph Schlingensief und Gus Van Sant.
Bild1977: Helmut Berger und Udo Kier (l.), bei Dreharbeiten zu „Das fünfte Gebot“

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 24. Nov 2025, 17:20
von Skeptiker
smite meister hat geschrieben: 24. Nov 2025, 16:37 Selbstmord ist große Sünde vor Gott. ER gibt Leben und ER nimmt es wieder. Das haben wir nicht zu entscheiden. :roll:
Der eine entscheidet halt selber, dem anderen muss man vorschreiben, wann er aufs Klo gehen darf. So sind die Menschen halt unterschiedlich.

Ich sehe darin wie die beiden es gemacht haben - im hohen Alter, gemeinsam und selbstbestimmt gehen - auch eher einen starken Abgang. Aber muss jeder selber wissen.

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 24. Nov 2025, 18:17
von Hank
Reggae-Pionier Jimmy Cliff ist tot
Jimmy Cliff wurde mit dem Lied „You Can Get It If You Really Want“ berühmt und war einer der Entdecker Bob Marleys. Nun ist der Jamaikaner gestorben.
Über eins seiner Lieder soll Bob Dylan einmal gesagt haben, es sei der beste Protestsong, der jemals geschrieben wurde. Der zweifache Grammy-Gewinner gilt auch als Entdecker von Bob Marley.
Mit dem Film „The Harder They Come“ und dem dazugehörigen Soundtrack wurde Cliff weltweit bekannt. Das Werk von 1972 gilt als erster jamaikanischer Spielfilm. Cliff spielte nicht nur die Hauptrolle, sondern lieferte auch mehrere Songs, darunter den ikonischen Titeltrack und „You Can Get It If You Really Want“.
Harder They Come Jamaican Movie

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Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 15. Dez 2025, 06:27
von Gluck

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 15. Dez 2025, 10:10
von legat damar
Gluck hat geschrieben: 15. Dez 2025, 06:27 Rob Reiner (78) und Ehefrau (68)
https://www.imdb.com/name/nm0001661/?ref_=nm_ov_bio_lk
Heftig :(

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 23. Dez 2025, 14:15
von Bares
Chris Rea verstarb nach kurzer Krankheit mit 74 Jahren. Er überstand seinen Bauchspeicherdrüsenkrebs nach schweren Operationen und setzte seine Musikkarriere fort. Ein Wink des Schicksals, zwei Tage vor Weihnachten zu versterben?


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Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 23. Dez 2025, 17:32
von Hank
Er war seine eigene Schau
Bild
Als Aktivist der Schwulenbewegung erzeugte er Furor, als ­Regisseur machte er Furore: Zum Tod Rosa von Praunheims, der ein Werk von mehr als 150 Filmen hinterlässt – und darunter zwei ganz große.
bei ihm drehte sich alles um ihn selbst, und so drehte er denn auch: ichbezogen, höchst subjektiv, parteiisch. Im Dienst einer großen Sache: Emanzipation der Homosexualität. Gleich der erste Film, mit dem er Epoche machte, 1971, trug die Sache seines Regisseurs und Drehbuchautors bereits im Titel vor: „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“. Das war nicht sein Coming-out als Filmemacher (das sexuelle hatte er da längst hinter sich), denn noch etwas früher im gleichen Jahr hatte er mit „Die Bettwurst“ Furore gemacht, einer Liebesgeschichte zwischen Frau und Mann im wildesten Stil der Nouvelle Vague, die Praunheim aber um einen provozierenden Dilettantismus bereicherte, der seinen Ausdruck darin fand, dass der Filmemacher nahezu alle technischen Aufgaben bei den Dreharbeiten selbst übernahm. Bei „Nicht der Homosexuelle ist pervers ...“ hatte er dann schon einen Kameramann an seiner Seite: Robert van Ackeren, der später eigene Filme machen sollte, die ei­nen ästhetischen Oberflächenglanz besaßen, den Praunheim verabscheute.
Furore also mit „Die Bettwurst“, Furor dagegen mit dem „Homosexuellen“-Film. Es war damals ja noch Paragraph 175 StGB in Geltung, der homosexuelle Handlungen für strafbar er­klärte, und da erzählte einer auf der Leinwand von Liebe zwischen Männern und setzte dazu gar einen Kuss ins Bild. Ähnliche Aufmerksamkeit hat in der Nachkriegszeit wohl nur eine weitere Kuss-Filmszene erregt, und das war damals erst drei Jahre her: die zwischen einer Schwarzen (Nichelle Nichols) und einem Weißen (William Shatner) in der amerikanischen Fernsehserie „Star Trek“. Praunheim konnte sie nicht gesehen haben: „Raumschiff Enterprise“ kam erst 1972 ins deutsche Fernsehen.
2023 wurde „Meine Mütter“ in die Sammlung der israelischen Schoa-Gedenkstätte Yad Vashem aufgenommen. Der langjährige Aktivist war ein Klassizist geworden, aber das währte nicht lang. In den fast noch zwanzig Jahren ungebrochener Aktivität seither hat Praunheim überwiegend wieder jene ebenso zorn- wie solidaritätsgetriebenen Schnellschüsse gedreht, mit denen er bekannt wurde. Erst auf der diesjährigen Berlinale hatte der in nur sechs Tagen abgedrehte Spielfilm „Satanische Sau“ Premiere – letzter von mehr als 150 Filmen Rosa von Praunheims zu Lebzeiten. Man darf gespannt sein, was er in den zehn Monaten seither noch gemacht hat. Sein heutiger Tod kommt überraschend. Man wird seinesgleichen nie mehr sehen.
„Du hast Großes bewirkt“: Maren Kroymann würdigt verstorbenen Rosa von Praunheim
Nach dem Tod des Regisseurs Rosa von Praunheim hat Schauspielerin Maren Kroymann die Ikone der Schwulenbewegung für ihre Errungenschaften für die queere Community geehrt.
„Unsere Gesellschaft verdankt dir einen Teil der Liberalität, die sie heute hat. Noch. Du hast Großes bewirkt“, schrieb Kroymann bei Facebook.
Man müsse dafür sorgen, dass es kein Dahinter-Zurück gebe.

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 23. Dez 2025, 20:54
von Leon
Nur hat Rosa von Praunheims nach 1971 kaum noch bekannte Filme gedreht.

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 24. Dez 2025, 15:26
von Bares
Vor 2 Tagen verstarb in Spanien der Schauspieler mit 81 Jahren Uwe Kockisch, der schon zu DDR-Zeiten bekannt war, und dann später für seine Rollen in Donna Leon und Weissensee.

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 28. Dez 2025, 10:54
von Maximus
Brigitte Bardot ist verstorben...

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 28. Dez 2025, 12:35
von Skeptiker
Maximus hat geschrieben: 28. Dez 2025, 10:54 Brigitte Bardot ist verstorben...
Schade.

Hier ihr Roadster im Automuseum in Melle (Foto von mir - Auto ist stehts fahrbereit, wie alle Autos dort)
Bild

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 28. Dez 2025, 16:15
von Hank
Maximus hat geschrieben: 28. Dez 2025, 10:54 Brigitte Bardot ist verstorben...
Skeptiker hat geschrieben: 28. Dez 2025, 12:35 Schade.

Hier ihr Roadster im Automuseum in Melle (Foto von mir - Auto ist stehts fahrbereit, wie alle Autos dort)
Bild
Brigitte Bardot ist also tot, ganz im Gegensatz zu einem Roadster im Automuseum in Melle.
Und, was konnte sie noch außer Roadster fahren? :thinking:

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 3. Jan 2026, 18:52
von Bares
Ein im wahrsten Sinne des Wortes schwäbisches Urgestein ist vor Weihnachten mit 101 Jahren gestorben, Schauspieler Walter Schultheiß. Er spielte in vielen Charakterrollen mit, die mit schwäbischer Mundart besetzt wurde.


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Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 13. Jan 2026, 21:02
von Bares
Scott Adams, der Erfinder von "Dilbert" und feiner Beobachter des Büroalltags verstarb mit 68 Jahren.

https://www.n-tv.de/panorama/Dilbert-Co ... 37060.html

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 13. Jan 2026, 23:54
von Atue001
Auch wenn ich seine Sichtweisen in weiten Teilen für absurd halte - er hat maßgeblich die Denke einer ganzen Generation mit beeinflusst....nicht immer zum positiven.....


Erich von Däniken

https://www.nzz.ch/fotografie/ich-habe- ... ld.1919713

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 14. Jan 2026, 04:57
von gun0815
Der is nich tot, der wurde von Aliens abgeholt. :grin:

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 14. Jan 2026, 05:23
von Leon
Bares hat geschrieben: 13. Jan 2026, 21:02 Scott Adams, der Erfinder von "Dilbert" und feiner Beobachter des Büroalltags verstarb mit 68 Jahren.

https://www.n-tv.de/panorama/Dilbert-Co ... 37060.html
Es ist OK weiss zu sein stimmen nur 53% der Schwarzen zu.

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 26. Jan 2026, 22:43
von Bares
Gerd Knebel, die kongeniale Hälfte von Badesalz, ist mit 72 Jahren gestorben.

https://www.tagesschau.de/inland/gesell ... d-100.html


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Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 27. Jan 2026, 18:28
von Hank
Auch herrlich:

Das Rhythmusgerät - Och Joh - Badesalz Clip der Woche

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Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 27. Jan 2026, 18:38
von Hank
Dann fehlt noch mal einer von Grateful Dead und zwar Bob Weir:
Der Schönste aus der zweiten Reihe
The Grateful Dead, 1965 gegründet und nach Garcias Tod 1995 aufgelöst, aber noch unter anderen Namen fortwirkend, waren, neben Jefferson Airplane, Janis Joplins Big Brother and the Holding Company, Quicksilver Messenger Service und Creedence Clearwater Revival, eine der großen Bands aus San Francisco, das sich damals als unkommerzieller(er) Gegenentwurf zur rockmusikalischen Kulturindustrie begriff, die sich zur selben Zeit in Los Angeles formierte. Grateful Dead verkörperten unter ihnen am stärksten das, was man unter „Gegenkultur“ zu verstehen begann – nicht so böse gesellschaftskritisch wie Jefferson Airplane, nicht so brillant wie Quicksilver und nicht so hitträchtig wie Creedence Clearwater. Tatsächlich hatten sie nie einen richtigen Hit, waren nur einmal in den Top Ten, lange nach ihrer Blütezeit.
edoch waren The Grateful Dead auch nie darauf aus, eine Kassenattraktion zu werden wie Crosby, Stills, Nash & Young, diese reichen, abgehobenen Hippies. Ihre Bedeutung lag im (sozialen) Zusammenhalt – der Grateful-Dead-Clan umfasste an die hundert Leute – und im (musikalischen) Zusammenspiel, das live in breit mäandrierenden Countryblues- und Folk-Improvisationen vor sich ging und die Stücke auf bis zu einer halben Stunde streckte. Garcia stand dabei als Leadgitarrist und ohnehin als Identifikationsfigur natürlich im Mittelpunkt; Weir besorgte mit unaufdringlichen, jazznahen, eher pianistisch orientierten Akkorden den Rhythmus und verhielt sich assistierend.
Gleichwohl verkörperte er den Anspruch der Band, Musik als Gruppenerlebnis zu betreiben und aufzufassen – in diesem Sinne waren The Grateful Dead wirklich funky, denn der Funke sprang immer über – nicht weniger stimmig als der geradezu kulthaft verehrte Gracia.
Schon was für Kenner, obwohl die Band sich über die Jahrzehnte immer wieder neu erfunden hatte.
Am besten waren natürlich die Sechziger und frühen Siebziger.

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 28. Jan 2026, 17:13
von Hank
Blues, Jazz, Rock, Psychdelic and more

Canned Heat- Woodstock Boogie- Live at Woodstock


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Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 15. Feb 2026, 08:38
von gun0815

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 15. Feb 2026, 12:10
von Hank
Der europäische Tramp
Cees Nooteboom liebte das Reisen und schrieb darüber sowie über seine Kriegserfahrungen. Nun ist der niederländische Schriftsteller im Alter von 92 Jahren verstorben.


Losfahren, um sich loszulassen, so ließe sich das Momentum seines Lebens vielleicht fassen: Nooteboom, der in den sechziger und siebziger Jahren Lieder für Künstler wie Hermann van Veen oder Lisbeth List schrieb – mit ihr war er auch viele Jahre liiert –, schuf ein preisgekröntes Werk, nur der ihm angeraunte (von Marcel Reich-Ranicki und anderen) Literaturnobelpreis wurde ihm nicht zuerkannnt.
Chaos und Ordnung
" Cees Nooteboom, geboren 1933 in Den Haag, erlebte die deutsche Besatzung der Niederlande mit dem aufmerksamen Blick eines Kindes, das sich in einer undurchsichtigen Welt orientieren will und rasch merkt, dass es von den vorsichtigen Erwachsenen in seiner Umgebung nicht immer klare Worte erwarten kann. Der Tod ist präsent, sein Vater, der nicht mehr bei der Familie lebt, stirbt bei einem Bombenangriff in der letzten Phase des Krieges, die materielle Not, der Hunger zumal, endet nicht mit dem Waffenstillstand, vor allem aber bleibt dem Kind, dem Jugendlichen die Erinnerung an das erlebte „Chaos“, hält Nooteboom aus dem Rückblick vieler Jahrzehnte fest, das sein Leben und Schreiben als eine „nicht zu unterschätzende Kraft“ beeinflussen sollte. Die Klosterschule, die Nooteboom nach dem Krieg besuchte, schloss ihn bald wieder aus ihrem Unterricht aus, aber sie ermöglichte ihm, als Gegenpol zum Chaos der Welt ein Gefühl für Ordnung zu entwickeln, das ihn auch später nicht verließ. Er arbeite kurz in einer Bank und bereiste dann die Welt, erwarb ausgedehnte Sprachkenntnisse und hörte denen zu, denen er auf seinen Fahrten begegnete.

Lese schon seit ein paar Wochen wieder "Im Frühling der Tau - Östliche Reisen, suhrkamp taschenbuch, 1997.
Unterwegs mit Nooteboom "In Persien - Ein Abend in Isfahan", In Birma - Der Nachtzug nach Mandalay oder In Japan - Der Geburtstag des Kaisers, das Pathos der Dinge und andere japanische Erfindungen"
Nicht nur wer Reisen mag, liegt bei Nooteboom richtig, da kommt schon noch dies und das dazu. :-)

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 16. Feb 2026, 19:34
von legat damar
Einer der ganzen grossen Schauspieler.
Robert Duvall ist tot.
https://www.t-online.de/unterhaltung/st ... t-tot.html

Re: Verstorbene Persönlichkeiten.

Verfasst: 17. Feb 2026, 10:15
von Arouet
legat damar hat geschrieben: 16. Feb 2026, 19:34 Einer der ganzen grossen Schauspieler.
Robert Duvall ist tot.
https://www.t-online.de/unterhaltung/st ... t-tot.html
Ein großartiger Schauspieler er konnte alles darstellen, einen überheblichen Militaristen in Appocalypse now, und einen nachdenklichen Juristen im Paten.