Haltungsform 5 fürs Tierwohl

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Die Steinlaus
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#101

Beitrag von Die Steinlaus »

gun0815 hat geschrieben: 4. Dez 2025, 19:34 Ich bezeichne sowas als aggressive Argumentation. Du vermenschlichst Tiere und vertierst Menschen. Du vergleichst Erdbeeren mit Erdnüssen. Dabei ist das eine keine Beere, sondern eine Nuß und das andere keine Nüsse sondern Hülsenfrüchte.

:grin:
Nein Beeren sind keine Nüsse, aber die Menschheit ist ein Zweig der Evolution und eben unweigerlich damit ein Teil des Tierreiches.
Bild
Der Mensch ist weder direkt von Gott geschaffen noch von Außerirdischen auf diesen Planeten gebracht (man denke an die Telefon-Desinfizierter bei Douglas Adams) nein, der Mensch ist einfach nur ein Zweig in einem großen Evolutionsbaum. Und ob das eine gute Idee von der Evolution war, darüber könnte man mal in 10.000.000 Jahren wieder sprechen.

Aggressiv wirkt auf dich offenbar immer das, wenn ich Mensch und Tier vergleiche und gleichsetze, was ja auch stimmt. Ich wohne hier in einer Stadt mit einem Fußballstadion und sehe, wie die Polizei Primaten unterschiedlicher Gesinnung am Bahnhof und nach den Spielen voneinander trennen muss. Guturales Grölen. Ich war im Urwald und habe gesehen, wie Horden von Pavianen oder auch Rhesusaffen revierkämpfe gegeneinander austrugen. Das selbe in Grün. Es steckt unglaublich viel Tier in der "Krone-der-Schöpfung" und dieses Tier kann man wecken mit verschiedensten Reizen. Islamistische Schlachtfeste. Treibjagden. Oder schlichtweg ein paar über die Krone getrunken und schon erwacht das tiefste Tier. Mal ganz abgesehen vom Überfall der Hamas in Israel.

Nein so sehr viel besser ist der Mensch eben nicht. Du kannst dies Aggressiv nennen - wenn du magst - ich bleibe dabei. Der Mensch ist Teil des Tierreiches.
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Bares
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#102

Beitrag von Bares »

Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 16:20 Nein, denn da unterscheiden wir zwischen "Haus"-Tieren und "Nutz"-Tieren. Grundsätzlich sind wir in der Lage, zu begreifen, dass auch Tiere ein Bedürfnis für ein erfülltes Leben haben. Diese Bedürfnisse sind gar nicht so verschieden, von denen der unseren:
Nahrung, Wasser, Gesellschaft, Familie und Geborgenheit - alles Bedürfnisse, welche wir ebenfalls haben. Wer Schweine- Rinder- und Hühnerställe von innen sah und auch die Pferchhaltung gesehen hat, der wird wohl wissen, wie weit die Realität von diesen Bedürfnissen dieser Tiere entfernt ist.
Ja, das ist so. Weil wie ich schon sagte, der Konsens in unserer Gesellschaft nicht existiert, dass wir Tieren fast dieselben Rechte und Bedürfnisse zugestehen. Übrigens ist die Unterscheidung zwischen Haustieren und Nutztieren nicht so weit her, man muss sich nur schauen, wie verwahrlost viele Haustiere bei uns leben (und auf den Straßen) und wie es in so manchen Züchtungszwingern beispielsweise in Osteuropa aussieht. Ja, das kann man als sehr erschreckend empfinden.
Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 16:20 Mensch - Krone der Schöpfung eben. Dennoch in Empathie nicht sehr gereift.
Um auf ein vorigen Beitrag zurückzukommen: Nein, wir Menschen haben keineswegs unsere animalische Natur längst hinter uns gelassen. Damit ein Mensch wirklich durch und durch menschlich ist, müssten die Ausbeutungen von Menschen, Vieh und Umwelt enden, es dürfte keine Kriege geben und keine Hungertote. Wir dürften nicht mit Kernwaffen uns gegenseitig mit Auslöschung drohen und die Umwelt mit Unachtsamkeit und Unersättlichkeit immer wieder an den Abgrund drängen.
Der Humanismus, auf dem auch unsere Demokratie basiert, geht ja vom Grundsatz aus, dass die Menschen an sich menschlich sind, aber durch Mangel an Bildung, Vernunft und moralischer Entwicklung es Personen gibt, die unmenschliche Taten vollführen. Der Mensch ist aber grundsätzlich zur Güte fähig.
Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 16:20 Solange der Mensch dies aber tut, so lange kann er nicht behaupten moralisch haushoch über dem Tier zu stehen. Er steht in mancherlei Hinsicht noch darunter.
Ich sehe das nicht als moralische Einstufung, sondern als eine gesellschaftliche. Im übrigen gibt es einen ethischen Humanismus, der Tierwohl und -rechte mit in seine Verantwortung mit einschließt.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#103

Beitrag von Bares »

Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 19:00 Ich würde mal sagen, je hochentwickelter ein Wesen, desto ausgeprägter und differenzierter ist dessen Leidensfähigkeit. Eine Kuh schreit recht klagend, wenn man ihr das frischgeborene Kalb wegnimmt. Ähnliche Reaktionen wirst du bei Ameisen etc. nicht haben. Dennoch und du hast recht, dass Insekten ein Schmerzempfinden haben, das ist nachgewiesen.
Nur haben wir dann das problem, wenn man sagt, du hast eine Ameise zertreten, also kann ich auch ein Schwein in die Gaskammer schicken.
Aber mit genau solchen Fragen muss man sich befassen, wenn es um das Tierwohl geht und warum man unterschiedliche Einordnungen vornimmt.
Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 19:00 Man zieht also irgendwo die Grenze und es gibt sicherlich Opfer, die quasi unvermeidlich sind: Regenwürmer bei Gartenarbeiten etc.
Es ist nun die Frage, wo wir die Grenze ziehen. Bei mir eben dort, wo ich durch meinen Konsum ein Tier ausbeuten würde. Das will ich nicht. Mein Wunsch - unschwer zu erkennen, ist dass möglichst bald möglichst vielen Tieren ein solches Schicksal erspart bleiben möge.
Wenn Du es als akzeptabel ansiehst, dass man "irgendwo die Grenze" zieht, dann sollte die Sichtweise, dass man auch eine Grenze zwischen Tieren und Menschen zieht, eigentlich nachvollziehbar sein. Es ist verständlich, dass man nicht alle tierischen Wesen gleichbehandeln kann. Wenn man eine Unterscheidung zwischen Kuh und Ameise vornimmt, warum nicht auch zwischen Kuh und Mensch?
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#104

Beitrag von Die Steinlaus »

Bares hat geschrieben: 5. Dez 2025, 00:14 Ja, das ist so. Weil wie ich schon sagte, der Konsens in unserer Gesellschaft nicht existiert, dass wir Tieren fast dieselben Rechte und Bedürfnisse zugestehen. Übrigens ist die Unterscheidung zwischen Haustieren und Nutztieren nicht so weit her, man muss sich nur schauen, wie verwahrlost viele Haustiere bei uns leben (und auf den Straßen) und wie es in so manchen Züchtungszwingern beispielsweise in Osteuropa aussieht. Ja, das kann man als sehr erschreckend empfinden.
Für den Menschen wäre mehr Empathie und globale Verantwortung, welche beinhaltet, globale Zusammenhänge zu begreifen, wäre jedoch sehr wünschenswert.
Bares hat geschrieben: 5. Dez 2025, 00:14 Der Humanismus, auf dem auch unsere Demokratie basiert, geht ja vom Grundsatz aus, dass die Menschen an sich menschlich sind, aber durch Mangel an Bildung, Vernunft und moralischer Entwicklung es Personen gibt, die unmenschliche Taten vollführen. Der Mensch ist aber grundsätzlich zur Güte fähig.
Das gilt auf Tiere genauso, innerhalb der Tierfamilien aber auch in Rudeln.
Bares hat geschrieben: 5. Dez 2025, 00:14 Ich sehe das nicht als moralische Einstufung, sondern als eine gesellschaftliche. Im übrigen gibt es einen ethischen Humanismus, der Tierwohl und -rechte mit in seine Verantwortung mit einschließt.
Wenn dieser wirklich erst gemeint wäre, dann sollte ein Tier sein Leben leben dürfen.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#105

Beitrag von Die Steinlaus »

Bares hat geschrieben: 5. Dez 2025, 00:19 Aber mit genau solchen Fragen muss man sich befassen, wenn es um das Tierwohl geht und warum man unterschiedliche Einordnungen vornimmt.
Ein Anfang wäre schon mal, die Anbindehaltung zu verbieten und bei jeglicher Halteform von jeglichem Tier einen Freigang vorzuschreiben.
Bares hat geschrieben: 5. Dez 2025, 00:19Wenn Du es als akzeptabel ansiehst, dass man "irgendwo die Grenze" zieht, dann sollte die Sichtweise, dass man auch eine Grenze zwischen Tieren und Menschen zieht, eigentlich nachvollziehbar sein. Es ist verständlich, dass man nicht alle tierischen Wesen gleichbehandeln kann. Wenn man eine Unterscheidung zwischen Kuh und Ameise vornimmt, warum nicht auch zwischen Kuh und Mensch?
Ja richtig, aber man versetze sich dennoch mal in die Situation des Tieres, welches für den eigenen Konsum ausgebeutet wird? Man behandle das Tier so, wie man es selbst wollte, wäre man an deren Stelle. Und dies gilt nun mal bei Kuh, nicht bei Ameise.

Kurzum ein Resümee aus den letzten ca. zwei Dutzend Beiträgen in diesem Thread:

1) Ein schweres vermeidbares zugefügtes Leiden bei Tieren mit einem solchen bei Menschen zu vergleichen sei Populismus
2) Der Mensch sei grundsätzlich in der Lage für mehr Empathie, als das Tier
3) Daher sei Mensch kein Primate mehr, er habe diese niedere Stufe überwunden
4) Folglich ist es okay, wenn der Mensch Tieren ein schweres vermeidbares Leid zufügt, er steht ja theoretisch moralisch über ihnen
5) Wird dies kritisiert dann beginnen wir wieder bei 1)

etc.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#106

Beitrag von Bares »

Die Steinlaus hat geschrieben: 5. Dez 2025, 06:28 Ja richtig, aber man versetze sich dennoch mal in die Situation des Tieres, welches für den eigenen Konsum ausgebeutet wird? Man behandle das Tier so, wie man es selbst wollte, wäre man an deren Stelle. Und dies gilt nun mal bei Kuh, nicht bei Ameise.

Kurzum ein Resümee aus den letzten ca. zwei Dutzend Beiträgen in diesem Thread:

1) Ein schweres vermeidbares zugefügtes Leiden bei Tieren mit einem solchen bei Menschen zu vergleichen sei Populismus
2) Der Mensch sei grundsätzlich in der Lage für mehr Empathie, als das Tier
3) Daher sei Mensch kein Primate mehr, er habe diese niedere Stufe überwunden
4) Folglich ist es okay, wenn der Mensch Tieren ein schweres vermeidbares Leid zufügt, er steht ja theoretisch moralisch über ihnen
5) Wird dies kritisiert dann beginnen wir wieder bei 1)

etc.
Das Prinzip "versetze Dich in die Situation des Tieres" lässt sich auch auf die Ameise anwenden. Auch wenn wir die Ameise nicht für den Konsum betrachten, so töten wir diese trotzdem, sobald sie bei uns ins Haus eindringen oder wir sie im Garten entfernen.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#107

Beitrag von Atue001 »

Bares hat geschrieben: 5. Dez 2025, 10:31 Das Prinzip "versetze Dich in die Situation des Tieres" lässt sich auch auf die Ameise anwenden. Auch wenn wir die Ameise nicht für den Konsum betrachten, so töten wir diese trotzdem, sobald sie bei uns ins Haus eindringen oder wir sie im Garten entfernen.
Man kann es auch noch leicht verallgemeinern. Warum sollte man sich in die Situation eines Tieres im gleichen Maße wie in die Situation eines Menschen versetzen - aber bei Pflanzen Abstriche machen?
Dass Bäume als Organismen durchaus zur Kommunikation in der Lage sind, auch zu Gefühlen und noch einigem mehr - ist inzwischen eigentlich wenig umstritten.
Darf ich dann noch als Mensch einen Baum fällen?

Und wenn ich das verneine - was gilt für das Unkraut auf meinem Weg? Darf ich dessen Entwicklung behindern, indem ich über es hinweg laufe?

Wo fängt Mitgefühl an, und wo hört es auf?

In Konsequenz ist es dann zukünftig nur noch ethisch korrekt, wenn wir uns aus chemisch hergestelltem Essen ernähren - sofern die dafür eingesetzte Energie allein und ausschießlich direkt aus Prozessen der Sonne stammt.....
Man kann das so denken, man kann auch Ernährungsformen nach dem Motto denken, dass man sich nur noch aus totem Fleisch oder besser noch gefallenem Obst ernähren darf......nur - ist das sinnvoll?

Dürfen wir nicht auch anerkennen, dass wir Menschen als Krone der Schöpfung und als Spitze der Nahrungskette Eigenschaften haben, die auf Nutzung von Nahrung sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs hindeuten?
Wird unser "Essen" ethischer, wenn wir es jagen?

Ethisch auf tierische Nahrung verzichten zu können ist ein Luxusprivileg - wenn wir es uns alle leisten können, warum nicht? Bis dahin grille ich gerne noch ein Steak mehr - bin aber auch dabei, wenn ich es mir leisten kann und will, dann nehme ich die höchste Haltungsform - wohl wissend, dass das tote Stück Fleisch auf dem Grill vor wenigen Tagen noch munter auf der Weide umhergesprungen ist.....
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#108

Beitrag von Alter Stubentiger »

Die Steinlaus hat geschrieben: 5. Dez 2025, 06:28 Ein Anfang wäre schon mal, die Anbindehaltung zu verbieten und bei jeglicher Halteform von jeglichem Tier einen Freigang vorzuschreiben.


Ja richtig, aber man versetze sich dennoch mal in die Situation des Tieres, welches für den eigenen Konsum ausgebeutet wird? Man behandle das Tier so, wie man es selbst wollte, wäre man an deren Stelle. Und dies gilt nun mal bei Kuh, nicht bei Ameise.

Kurzum ein Resümee aus den letzten ca. zwei Dutzend Beiträgen in diesem Thread:

1) Ein schweres vermeidbares zugefügtes Leiden bei Tieren mit einem solchen bei Menschen zu vergleichen sei Populismus
2) Der Mensch sei grundsätzlich in der Lage für mehr Empathie, als das Tier
3) Daher sei Mensch kein Primate mehr, er habe diese niedere Stufe überwunden
4) Folglich ist es okay, wenn der Mensch Tieren ein schweres vermeidbares Leid zufügt, er steht ja theoretisch moralisch über ihnen
5) Wird dies kritisiert dann beginnen wir wieder bei 1)

etc.
Menschen sind weiterhin Primaten. Der Körper stellt Forderungen die es nach sich ziehen tierische Produkte als unverzichtbar zu empfinden.

Veganer sind Menschen denen es so gut geht dass sie aus Gründen der moralischen Überlegenheit auf tierische Produkte verzichten. Da ihr Körper natürlich ganz anderer Meinung ist versucht man die Natur zu überlisten. Mit hoch verarbeiteten Produkten wird versucht, den Körper zu täuschen.
Ein Akt der Selbsttäuschung mit denen die Gläubigen sich selbst bei der Stange halten.

Wirtschaftlich ist dies auch nicht so einfach. Vegane Produkte sind überteuert. Damit ist auch klar dass die moralisch Überlegenen aus der gehobenen Mittelschicht kommen. Wer rechnen muss, der ist auch kein Veganer.

Vielleicht bin ich aber auch voreingenommen weil ich kein Veganer sein könnte, auch wenn ich wollte. Mein Körper reagiert bei zuviel Rohkost mit Verdauungsproblemen. Und vegane Ersatzprodukte lösen bei mir Übelkeit aus. Geschmacklich kann mich dass ohnehin nicht überzeugen. Alles extrem überwürzt.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#109

Beitrag von Bares »

Atue001 hat geschrieben: 7. Dez 2025, 01:18 Man kann es auch noch leicht verallgemeinern. Warum sollte man sich in die Situation eines Tieres im gleichen Maße wie in die Situation eines Menschen versetzen - aber bei Pflanzen Abstriche machen?
Eben. Man könnte es sogar so verallgemeinern und sagen, Pflanzen empfinden Schmerzen und reagieren biochemisch darauf.


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Hank
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#110

Beitrag von Hank »

Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 19:49 Aggressiv wirkt auf dich offenbar immer das, wenn ich Mensch und Tier vergleiche und gleichsetze, was ja auch stimmt.
Auf mich wirkt das linkspopulistisch, ideologisch eng eingemauert auf Peta-Agit-Prop.
Die Steinlaus hat geschrieben: 4. Dez 2025, 19:49 Ich wohne hier in einer Stadt mit einem Fußballstadion und sehe, wie die Polizei Primaten unterschiedlicher Gesinnung am Bahnhof und nach den Spielen voneinander trennen muss. Guturales Grölen. Ich war im Urwald und habe gesehen, wie Horden von Pavianen oder auch Rhesusaffen revierkämpfe gegeneinander austrugen. Das selbe in Grün. Es steckt unglaublich viel Tier in der "Krone-der-Schöpfung" und dieses Tier kann man wecken mit verschiedensten Reizen. Islamistische Schlachtfeste. Treibjagden. Oder schlichtweg ein paar über die Krone getrunken und schon erwacht das tiefste Tier. Mal ganz abgesehen vom Überfall der Hamas in Israel.
Menschen sind als Primaten zu wesentlich mehr fähig als "andere" Tiere, ohne das jetzt näher auszuführen.
Die Fähigkeit alles Mögliche zu tun oder auch zu lassen, haben nur Menschen, im Positiven wie auch im Negativen.
Ich würde aber Tieren keine menschlichen Eigenschaften zuschreiben. Das haben Tiere weder verdient noch sind sie dazu in der Lage.
Wenn jetzt noch die Hamas als Nachweis dienen soll, dass Menschen sich wie Tiere verhalten, ist der PETA-Holocaust-Vergleich nicht weit.
Ich finde das gruselig.
Das Gegenteil zum rechten Totalitarismus ist nicht der linke Totalitarismus, sondern die liberale Demokratie. (Odo Marquard, "Skepsis als Philosophie der Endlichkeit", in "Zukunft braucht Herkunft", Reclam, 2015
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#111

Beitrag von gun0815 »

Weil ich im Jammer-Thread nicht antworten will...
Die Steinlaus hat geschrieben: 7. Dez 2025, 18:58 Diese beiden Leiden zu vergleichen, wurde mir hier als populistisch und dogmatisch angekreidet. Ich sehe darin aber eine Unaufrichtigkeit und eine Unehrlichkeit, denn ich glaube nicht, dass hier ernsthaft jemand das Schicksal des Schweines in der Massentierhaltung bevorzugen würde. Ich bleibe dabei, man dem Kind antut ist sehr schlimm, was man dem Schwein antut, das toppt das Leiden aber noch. Und „ist ja nur ein Schwein“ ist zynisch, knapp 98% (mehr als 95%) ist die identische DNA. Die menschliche Überlegenheit ist – wie geschrieben eine operative Überlegenheit, der Mensch ist und bleibt Tier, solange er nicht das im Handeln manifestiert, welches er vorgibt: Menschlichkeit.

Ich kann und will mich selbst nicht so verbiegen, dass mein Ansinnen zu dem hier vorherrschenden Ansinnen konform sein könnte, daher sage ich nun Tschüss!
Niemand hat dir deine Überzeugung abgesprochen oder dich beleidigt, weil du den Fokus auf das Tierwohl lenkst. Im Grunde hats du sogar viele der User, die hier schreiben, auf deiner Seite. Denn ich hab hier keinen gelesen, der Tiere quälen will oder der will, daß Tiere leiden. Der einzige Unterschied: Du isst nix, was man töten muß. Und falls du doch vegan lebst, dann isst du nix, was von Tieren kommt. Gut, deine Entscheidung und du hast deine begründete Haltung dazu.

Es geht hier auch gar nicht um einen beleidigenden Austausch gegenseitiger Argumente. Es sind die Bezüge, die DU herstellst, um andere von DEINER Haltung zu überzeugen. Wenn du in einem Satz Menschen die Fleisch essen mit Pädophilen verbindest, ist das ganz schön derb und du brauchst dich auch nicht zu wundern, wenn das nicht gut rüber kommt.

Schauen wir doch mal, was hier bisher Konsens ist.
Massentierhaltung und Tierquälerei wird hier von allen abgelehnt. Viele hier scheinen darauf zu achten, daß ihre Fleischprodukte aus artgerechter Haltung kommen, wo ein Tier zu Lebzeiten auch Tier sein kann. Der einzige Unterschied ist, daß du, sollte ein Steak auf dem Grill liegen, dich abwendest, während der andere das Steak wendet.

Du hast deine Position klar gemacht. Aber du wirbst nicht dafür, sondern du wertest Menschen mit anderen Lebensentwürfen ab. Setzt sie mit Verbrechern gleich und kommst sogar mit der Kannibalismus-Keule.
Wen willst du mit solch aggressiver Rhetorik eigentlich einfangen? :thinking:
Selbst jene, die dir eigentlich, reden wir über Behandlung und Respekt vor den Tieren, die unsere Nahrung sind, auf deiner Seite sind, schreckst du mit solch Rhetorik ab.
Klar, daß du jetzt das Gefühl hast, du wärst allein. Denn das bist du auch. Denn wer so versucht Menschen zur Vernunft zu bringen, hat nicht verstanden, daß Beleidigungen, Herabsetzungen und unsinnige Bezüge nicht die günstigsten Mittel sind, Überzeugungsarbeit zu leisten.

Danke!
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#112

Beitrag von Skeptiker »

gun0815 hat geschrieben: 8. Dez 2025, 06:46 Du hast deine Position klar gemacht. Aber du wirbst nicht dafür, sondern du wertest Menschen mit anderen Lebensentwürfen ab. Setzt sie mit Verbrechern gleich und kommst sogar mit der Kannibalismus-Keule.
Wen willst du mit solch aggressiver Rhetorik eigentlich einfangen? :thinking:
Selbst jene, die dir eigentlich, reden wir über Behandlung und Respekt vor den Tieren, die unsere Nahrung sind, auf deiner Seite sind, schreckst du mit solch Rhetorik ab.
Klar, daß du jetzt das Gefühl hast, du wärst allein. Denn das bist du auch. Denn wer so versucht Menschen zur Vernunft zu bringen, hat nicht verstanden, daß Beleidigungen, Herabsetzungen und unsinnige Bezüge nicht die günstigsten Mittel sind, Überzeugungsarbeit zu leisten.
Wenn er Asperger hat, dann meint er nichts persönlich und nimmt nichts persönlich. Für ihn zählt nur die Sache. Für ihn ist das ein naheliegender Vergleich, keine Provo (wie für dich, oder von dir wahrgenommen).

Vielleicht solltest du mal versuchen das in deine Überlegungen mit einzubeziehen.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#113

Beitrag von gun0815 »

Und wenn, woher soll ich denn das wissen? :roll:
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#114

Beitrag von Sittingnull »

Die Steinlaus hat geschrieben: 1. Dez 2025, 13:00 Danke, damals war ich 10 Jahre alt und hatte im Fernsehen kurz vor dem Mittag gesehen, wie Schweine am Fließband an den Hinterläufen aufgehängt wurden und dann gedreht, während ihnen ein Messer den Hals aufschlitzt.
Das war so ein Schock und danach gab es Schnitzel, meines blieb liegen und fortan habe ich keine Tiere mehr gegessen.
Kann ich gut nachvollziehen, ich musste als Kind auch der Schlachtung von Schweinen beiwohnen, es hatte mich niemand vorgewarnt. Aber bei Deiner Schilderung ist Dir hoffentlich klar, dass das Schwein schon vorher tot war. Das Blut wird aufgefangen und zu Blutwurst usw. weiter verarbeitet. Bei jeder Schlachtung wird der Kadaver ausgeblutet, auch beispielsweise bei Kaninchen oder Hühnern.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#115

Beitrag von Sittingnull »

Atue001 hat geschrieben: 7. Dez 2025, 01:18 Man kann es auch noch leicht verallgemeinern. Warum sollte man sich in die Situation eines Tieres im gleichen Maße wie in die Situation eines Menschen versetzen - aber bei Pflanzen Abstriche machen?
Tiere haben Bewusstsein, Pflanzen nicht.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#116

Beitrag von Frieda »

Sittingnull hat geschrieben: 9. Dez 2025, 00:05 Tiere haben Bewusstsein, Pflanzen nicht.
Pflanzen haben Gefühle!
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#117

Beitrag von Sittingnull »

Frieda hat geschrieben: 9. Dez 2025, 06:20 Pflanzen haben Gefühle!
Leiden gibbets nur mit Bewusstsein.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#118

Beitrag von Frieda »

Sittingnull hat geschrieben: 9. Dez 2025, 06:40 Leiden gibbets nur mit Bewusstsein.
Dann haben Pflanzen auch Bewusstsein, sie reagieren auf gezielte Angriffe -lt.Experimenten.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#119

Beitrag von Sittingnull »

Frieda hat geschrieben: 9. Dez 2025, 07:34 Dann haben Pflanzen auch Bewusstsein, sie reagieren auf gezielte Angriffe -lt.Experimenten.
Nein, das sind unbewusste Reflexe, hat der Mensch auch. Auch unter Vollnarkose.

Grok:
Hier sind einige Beispiele für Spinalreflexe (auch „tiefere Reflexe“ genannt), die unabhängig vom Bewusstsein funktionieren und daher auch unter Vollnarkose erhalten bleiben, solange das Rückenmark intakt ist:
1. Patellarsehnenreflex (Knie-Reflex)

Auslösung: Klopfen auf die Patellasehne unterhalb der Kniescheibe.
Reaktion: Streckung des Beins im Kniegelenk.
Funktioniert unter Vollnarkose, da der Reflexbogen im Lendenmark (L2–L4) geschlossen ist.

2. Achillessehnenreflex (Sprunggelenksreflex)

Auslösung: Klopfen auf die Achillessehne.
Reaktion: Plantarflexion des Fußes.
Funktioniert unter Vollnarkose (Reflexbogen: S1–S2).

3. Bizepssehnenreflex

Auslösung: Klopfen auf die Bizepssehne im Ellenbogen.
Reaktion: Beugung im Ellenbogen.
Funktioniert unter Vollnarkose (C5–C6).

4. Tricepssehnenreflex

Auslösung: Klopfen auf die Tricepssehne oberhalb des Ellenbogens.
Reaktion: Streckung im Ellenbogen.
Funktioniert unter Vollnarkose (C7–C8).

5. Kornealreflex (Lidreflex)

Auslösung: Berührung der Hornhaut.
Reaktion: Lidschluss.
Funktioniert meist auch unter Vollnarkose, da der Reflexbogen über den Hirnstamm (Trigeminus + Fazialis) verläuft – kann jedoch durch tiefe Narkose abgeschwächt sein.

6. Pupillenlichtreflex

Auslösung: Licht in ein Auge.
Reaktion: Beidseitige Pupillenverengung.
Bleibt in tiefer Narkose oft erhalten, da der Reflexbogen über den Hirnstamm (N. oculomotorius) läuft.


Wichtig: Was NICHT funktioniert unter Vollnarkose

Hirnstammreflexe können abgeschwächt oder ausgelöscht sein, je nach Narkosetiefe (z. B. Würgereflex, Schluckreflex).
Komplexe Schutzreflexe (z. B. Husten bei Aspiration) sind ausgeschaltet.
Kortikale Reflexe (z. B. Greifreflex bei Säuglingen) fehlen.


Klinische Relevanz in der Anästhesie

Spinalreflexe bleiben erhalten → Bewegungen unter Narkose (z. B. beim Bauchschnitt) sind kein Zeichen für Wachsein!
Anästhesisten nutzen dies, um Rückenmarksintegrität zu prüfen (z. B. bei Spinalanästhesie).

Zusammenfassung:
Patellar-, Achillessehnen-, Bizeps- und Tricepsreflex sind klassische Beispiele für Reflexe, die auch unter Vollnarkose funktionieren, weil sie im Rückenmark ablaufen und kein Bewusstsein benötigen.1,1How can Grok help?
Streite dich nie mit einem Dummkopf. Es könnte sein, dass die Zuschauer den Unterschied nicht bemerken. Mark Twain
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Bares
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#120

Beitrag von Bares »

Welche Tiere haben ein Bewusstsein und welche nicht?
Frieda
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#121

Beitrag von Frieda »

@Sittingnull
Manche Menschen sprechen mit Pflanzen und sind überzeugt, dass es den Pflanzen dadurch besser geht - hm, naja vllt. ist die Sensibilität der Pflanzen größer als wir uns vorstellen können.
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#122

Beitrag von Frieda »

Bares hat geschrieben: 9. Dez 2025, 09:00 Welche Tiere haben ein Bewusstsein und welche nicht?
Ich glaube es kommt immer darauf an, was wir unter Bewusstsein verstehen, denn selbst Wasser soll ein Bewusstsein haben und sich Bestimmtes merken können, aber gedankliche Verknüpfungen sind wohl nicht zu erwarten. Wobei selbst Schweine als sehr klug gelten.
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smite meister
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#123

Beitrag von smite meister »

Bares hat geschrieben: 9. Dez 2025, 09:00 Welche Tiere haben ein Bewusstsein und welche nicht?
Tiere höherer Ordnung haben sicherlich eines. Das sehe ich täglich an meinem Hund. :happy_face:
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#124

Beitrag von Skeptiker »

Bares hat geschrieben: 9. Dez 2025, 09:00 Welche Tiere haben ein Bewusstsein und welche nicht?
Bislang ist ein Bewusstsein noch nicht nachweisbar. Da jeder Mensch eines hat, ist offensichtlich, dass es eines gibt. Es dürfte auch als plausibel gelten, dass sehr niedere Lebensformen wohl keines haben. Dazwischen befindet sich eine Grauzone in der jeder sinnvolle Annahmen machen kann.

Ich persönlich sehe ein Bewusstsein bei allen Lebewesen, mit einer in einem Gehirn zentral angelegten Sinnesverarbeitung und Reaktionen auf diese Signale. Das mag eine vollkommen andere Wahrnehmung sein als die menschliche, aber wo Wahrnehmung ist, da sehe ich auch ein Bewusstsein.

Anders als Steinlaus leite ich aber aus einem Bewusstsein nicht automatisch daraus ab, dass dieses Leben auf gleicher Stufe mit dem des Menschen steht. Diese Sichtweise ist aber eher durch "natürliches Recht" begründet, als durch menschliche Kategorien von Gleichberechtigung und Moral. Als Menschen sind wir Teil der Natur und daher auch Teil der Nahrungskette. Ich sehe keine Veranlassung, dass der Mensch eine durch Evolution erlangte biologische Gegebenheit aus moralischen Erwägungen ändern sollte. Allerdings sehe ich natürlich, dass er dabei die Verantwortung hat den Tieren kein unnötiges Leid zu verursachen.
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gun0815
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Re: Haltungsform 5 fürs Tierwohl

#125

Beitrag von gun0815 »

"BIO" geht auch so....


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