Sommer 2026 Hitzewellen

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Quatschki
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#51

Beitrag von Quatschki »

el loco hat geschrieben: 28. Jun 2026, 08:45 Das deutsche Stromnetz geht doch jetzt schon an Krücken.
Wenn dann Abends jeder sein E-Auto lädt und die Klima laufen lässt, im Besten Fall am Markt, wenig, oder kein ausländischer Atomstrom verfügbar ist, haben wir schnell einen Blackout.
Das ist die Rechnung für Jahrzehnte verfehlte Infrastruktur und Energiepolitik.
Es ist kein so großer Akt, das nachzurüsten.
In weniger wohlhabenden Ländern wie Albanien oder Libanon hat jede Wohnung Klimaanlage
Z.B. für die Millionen Plattenbauten braucht man keine individuellen Planungen, weil alles Standard ist.
Wahrscheinlich ist es bisher oft auch so, dass die Leute aus Angst vor Mieterhöhung sagen: "Brauch ich nicht. Will ich nicht!"
Frieda
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#52

Beitrag von Frieda »

Puh, es ist viel zu heiß - nur damit ich auch mal jammere, selbst der Wind ist heiß...
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Alter Stubentiger
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#53

Beitrag von Alter Stubentiger »

el loco hat geschrieben: 28. Jun 2026, 08:45 Das deutsche Stromnetz geht doch jetzt schon an Krücken.
Wenn dann Abends jeder sein E-Auto lädt und die Klima laufen lässt, im Besten Fall am Markt, wenig, oder kein ausländischer Atomstrom verfügbar ist, haben wir schnell einen Blackout.
Das ist die Rechnung für Jahrzehnte verfehlte Infrastruktur und Energiepolitik.
Das deutsche Stromnetz bleibt eines der stabilsten der Welt. Derzeit exportieren wir viel Solarstrom nach Frankreich dass die AKW im Sommer drosselt und Laufwasser/Pumpspeicher für die Nacht zurückhält.

Blackouts gibt es nicht. Gruselmärchen.
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Alter Stubentiger
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#54

Beitrag von Alter Stubentiger »

Frieda hat geschrieben: 28. Jun 2026, 15:40 Puh, es ist viel zu heiß - nur damit ich auch mal jammere, selbst der Wind ist heiß...
Gerade fällt die Außentemperatur auf unter r30 Grad. Es ist fast geschafft. Morgen den ganzen Tag lüften. Wird auch Zeit. 28,4°C in der Wohnung habe ich seit 1990 noch nie erlebt. Muss ich auch nicht haben. Alles über 26°C ist ätzend.
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Alter Stubentiger
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#55

Beitrag von Alter Stubentiger »

gun0815 hat geschrieben: 27. Jun 2026, 23:40 Architektonische Vorbilder haben wir doch schon :grin:

Bild

8-)
Science fiction! 8-)
Frieda
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#56

Beitrag von Frieda »

Alter Stubentiger hat geschrieben: 28. Jun 2026, 18:53 Science fiction! 8-)
Ich habe das Glück in einem alten Haus zu wohnen, aber selbst wir haben bei einer Außentemperatur von 40 Grad eine Innentemperatur von 27 Grad.
Luca
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#57

Beitrag von Luca »

Alter Stubentiger hat geschrieben: 28. Jun 2026, 18:53 Science fiction! 8-)
Nö.
Guck mal bei den spanischen Immobilien.
Da gibt es viele sog. "Höhlenhäuser"

Gibt es sicher auch in anderen südeurop. Länder
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Bares
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#58

Beitrag von Bares »

franzmannzini hat geschrieben: 28. Jun 2026, 07:26 Ich kann diese deutsche Debatte über Klimaanlagen kaum noch ernst nehmen. Jahrzehntelang wurden sie als Luxus oder Klimasünde abgestempelt, während man gleichzeitig so tat, als reichten Rollläden und Nachtlüften bei 35 oder 40 Grad völlig aus. Das Ergebnis sieht man heute, überhitzte Wohnungen, in denen Menschen nachts nicht schlafen können.
Da hat sich die Debatte in Deutschland aber seit mindestens 10-20 Jahren auch gewandelt.
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#59

Beitrag von Atue001 »

el loco hat geschrieben: 28. Jun 2026, 05:05 Das KfW Programm, in dem steht das Klimaanlagen verboten sind, würde ich bitte gerne sehen.
So einfach ist es nicht - aber gleichwohl ist die Kernaussage nicht falsch:

Wenn du einen KfW-Kredit für ein Effizienzhaus (z. B. KfW 40 oder 55) erhalten hast, basiert dieser auf einer exakten energetischen Gesamtrechnung (nach DIN V 18599).
Eine Klimaanlage gilt im Gebäudeenergiegesetz (GEG) als aktive Kühlung. Sobald du diese einbaust, verschlechtert sich die rechnerische Energiebilanz des Hauses, weil der Energiebedarf für das Kühlen dazukommt.
Bei knapp kalkulierten Häusern kann das dazu führen, dass das Gebäude rechnerisch aus seiner geförderten Effizienzhaus-Stufe rutscht (z. B. von KfW 40 auf KfW 55). Da die Förderung rechtlich an das Erreichen dieses spezifischen Standards gekoppelt ist, droht im schlimmsten Fall die Rückforderung von Teilen der Fördermittel oder Tilgungszuschüsse.

Ein Risiko ist aber auch ganz praktisch die Kernbohrung, die für eine nachträgliche Installation einer Klimaanlage notwendig ist.
Allerdings müssen die technischen Mindestanforderungen der Sanierung über den gesamten Bewilligungs- bzw. Bindungszeitraum (meist 10 Jahre) erhalten bleiben:
Es besteht die reale Gefahr von Wärmebrücken: Bei einer Split-Klimaanlage müssen Kältemittelleitungen und Kondensatschläuche durch eine Kernbohrung nach außen geführt werden. Wird dieses Loch im Wärmedämmverbundsystem (WDVS) nicht fachgerecht abgedichtet und gedämmt, entsteht eine massive Wärmebrücke.
Schlimmer als der theoretische Energieverlust ist eindringende Feuchtigkeit. Zieht Feuchtigkeit in die Dämmung, verliert diese an Wirkung, und es droht Schimmel. Wenn die Dämmung dadurch großflächig ihre Funktion verliert, ist der geförderte energetische Zustand des Hauses hinfällig.
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franzmannzini
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#60

Beitrag von franzmannzini »

Naja, vielleicht sollte man "Klimaanlage" genauer definieren.
Denn es ist ein Unterschied, ob es sich um eine Klimaanlage handelt, die nur kühlen
kann, oder um eine Klimaanlage die auch heizen kann und ob es sich um eine Split-Klimaanlage handelt.
Die meisten fest installierbaren Geräte der letzten 10 Jahre können das und
sind sogar sehr effizient.
Hat man bereits eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für das ganze Haus und verwendet zusätzlich
eine Luft-Luft-Wärmepumpe für ausgewählte Bereiche, gehe ich eher davon aus, das sich diese
vorteilhaft auswirkt und im schlimmsten Fall gar nicht.
Es ist nur eine Frage, was ich festlege, um den Nachweis zu erbringen, mittels der verwendeten
Nachweissoftware.
Ich denke das ich einen solchen Nachweis auch heute noch erfolgreich führen könnte, obwohl ich mich zuletzt
beruflich damit befassen mußte, als die Berechnungsmethodik noch durch die EnEV vorgegeben war.

Damit eine Kernbohrung samt Durchführung von vielleicht 60mm zu einem massiven Problem wird,
muß sich der der sie fertigt und der der Leitungen durchführt schon richtig Mühe geben.
Schon mit Montageschaum, beidseitigem Einsatz von Silikon und einem leichten Gefälle nach außen,
hat man alles erledigt.
Ich kann mich aber noch gut erinnern, wie damals schon ein durch den VWS geführtes Kabel für einen Dämmerungsschalter von 1cm Durchmesser zu einer mehrstündigen Diskussion führte, als die EnEV 2009 verschärft wurde. Den Empörten sagte ich damals: "Rechnet das doch mal vor!" Da kam dann aber nichts, nicht mal eine Überschlagsrechnung.
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Alter Stubentiger
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#61

Beitrag von Alter Stubentiger »

Atue001 hat geschrieben: 28. Jun 2026, 23:40 So einfach ist es nicht - aber gleichwohl ist die Kernaussage nicht falsch:

Wenn du einen KfW-Kredit für ein Effizienzhaus (z. B. KfW 40 oder 55) erhalten hast, basiert dieser auf einer exakten energetischen Gesamtrechnung (nach DIN V 18599).
Eine Klimaanlage gilt im Gebäudeenergiegesetz (GEG) als aktive Kühlung. Sobald du diese einbaust, verschlechtert sich die rechnerische Energiebilanz des Hauses, weil der Energiebedarf für das Kühlen dazukommt.
Bei knapp kalkulierten Häusern kann das dazu führen, dass das Gebäude rechnerisch aus seiner geförderten Effizienzhaus-Stufe rutscht (z. B. von KfW 40 auf KfW 55). Da die Förderung rechtlich an das Erreichen dieses spezifischen Standards gekoppelt ist, droht im schlimmsten Fall die Rückforderung von Teilen der Fördermittel oder Tilgungszuschüsse.

Ein Risiko ist aber auch ganz praktisch die Kernbohrung, die für eine nachträgliche Installation einer Klimaanlage notwendig ist.
Allerdings müssen die technischen Mindestanforderungen der Sanierung über den gesamten Bewilligungs- bzw. Bindungszeitraum (meist 10 Jahre) erhalten bleiben:
Es besteht die reale Gefahr von Wärmebrücken: Bei einer Split-Klimaanlage müssen Kältemittelleitungen und Kondensatschläuche durch eine Kernbohrung nach außen geführt werden. Wird dieses Loch im Wärmedämmverbundsystem (WDVS) nicht fachgerecht abgedichtet und gedämmt, entsteht eine massive Wärmebrücke.
Schlimmer als der theoretische Energieverlust ist eindringende Feuchtigkeit. Zieht Feuchtigkeit in die Dämmung, verliert diese an Wirkung, und es droht Schimmel. Wenn die Dämmung dadurch großflächig ihre Funktion verliert, ist der geförderte energetische Zustand des Hauses hinfällig.
Ist eine Spezialförderung für eine Lösung bei die meistensowiso dankend abwinken.
Solche Häuser werden erst dann interessant, wenn man sie in Serie billig bauen kann. Es muss sich rechnen.
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#62

Beitrag von Alter Stubentiger »

Luca hat geschrieben: 28. Jun 2026, 20:32 Nö.
Guck mal bei den spanischen Immobilien.
Da gibt es viele sog. "Höhlenhäuser"

Gibt es sicher auch in anderen südeurop. Länder
Klar, so ist es. Meine Antwort war ja auch nicht ernst gemeint. :-)
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#63

Beitrag von Frieda »

Alter Stubentiger hat geschrieben: 29. Jun 2026, 07:45 Ist eine Spezialförderung für eine Lösung bei die meistensowiso dankend abwinken.
Solche Häuser werden erst dann interessant, wenn man sie in Serie billig bauen kann. Es muss sich rechnen.
Ja, aber werden bei dem 'sich rechnen müssen' auch Spät- und oder Langzeitfolgen mit eingerechnet?
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Alter Stubentiger
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#64

Beitrag von Alter Stubentiger »

Frieda hat geschrieben: 29. Jun 2026, 09:52 Ja, aber werden bei dem 'sich rechnen müssen' auch Spät- und oder Langzeitfolgen mit eingerechnet?
Menschen haben ein Budget, mit dem müssen sie auskommen. Das darf man nicht ausblenden. Viele ökologisch Bewegte sind gut situiert und können es sich leisten die Ökonomie zu missachten, um das Gewissen zu beruhigen. Oder sie üben Verzicht auf hohem Niveau und kommen sich dabei so überlegen vor.

Für alle die heute rechnen müssen, um morgen nicht insolvent zu sein, zählen die Kosten, die ihnen weh tun. Abstrakte Spät und Langzeitkosten fallen da unter den Tisch.
Frieda
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#65

Beitrag von Frieda »

Alter Stubentiger hat geschrieben: 29. Jun 2026, 11:01 Menschen haben ein Budget, mit dem müssen sie auskommen. Das darf man nicht ausblenden. Viele ökologisch Bewegte sind gut situiert und können es sich leisten die Ökonomie zu missachten, um das Gewissen zu beruhigen. Oder sie üben Verzicht auf hohem Niveau und kommen sich dabei so überlegen vor.

Für alle die heute rechnen müssen, um morgen nicht insolvent zu sein, zählen die Kosten, die ihnen weh tun. Abstrakte Spät und Langzeitkosten fallen da unter den Tisch.
Ja, das ist mir schon klar, aber man könnte schon beim sozialen Wohnbau auf die geforderten Bedürfnisse eingehen und entsprechend planen und bauen. Vieles kommt nicht wesentlich teurer, es braucht nur bessere Planung und Ideen. Was in den letzten 20 bis 30 Jahren gebaut wurde war schon viel besser als vor 50-60 Jahren, aber immer noch zu wenig und vor allem hatte man damals nicht die techn. Möglichkeiten wie heute. Leider zählt immer noch, und das unterstelle ich mal die Korruption in der Bauwirtschaft.
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Alter Stubentiger
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Re: Sommer 2026 Hitzewellen

#66

Beitrag von Alter Stubentiger »

Frieda hat geschrieben: 29. Jun 2026, 15:08 Ja, das ist mir schon klar, aber man könnte schon beim sozialen Wohnbau auf die geforderten Bedürfnisse eingehen und entsprechend planen und bauen. Vieles kommt nicht wesentlich teurer, es braucht nur bessere Planung und Ideen. Was in den letzten 20 bis 30 Jahren gebaut wurde war schon viel besser als vor 50-60 Jahren, aber immer noch zu wenig und vor allem hatte man damals nicht die techn. Möglichkeiten wie heute. Leider zählt immer noch, und das unterstelle ich mal die Korruption in der Bauwirtschaft.
Damit jemand überhaupt noch Sozialwohnungen bauen will müssen die Kosten und Standards aber drastisch runter. Diese ganzen Vorschriften, die heute alle eingehalten werden müssen sind, mit ein Grund dafür, dass viel zu wenig Sozialwohnungen gebaut werden.

Es bleibt dabei: Wenn der Staat will das gebaut wird, kann er nicht gleichzeitig das Bauen durch nicht bezahlbare Vorgaben verunmöglichen.
Sonst passiert nämlich was bereits passiert: Neubauten sind Luxuswohnungen und bei Sanierungen wird luxussaniert.

So fährt man mit gutgemeinten Klima-Vorgaben direkt vor die Wand.

Was hilft: Gebäudetyp "E" wie einfach im ganz großen Stil. Es muss nicht immer der Goldstandard des technisch maximal Machbaren sein, keine neuen Auflagen, modulares Bauen ohne immer neue Prüfverfahren. Machen statt auf Genehmigungen warten die in der Endlosschleife verharren.
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